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Teaserbild: STOP! MICRO WASTE GUPPYFRIEND Waschbeutel

STOP! MICRO WASTE GUPPYFRIEND Waschbeutel

2016 ließen ein paar Berliner die Branche in Friedrichshafen aufhorchen, als sie den Outdoor Industry Award im Gold für Nachhaltigkeit abräumten. Sie stellten auf der Messe ihren Guppyfriend-Waschbeutel vor, über den die Jury befand, dass „diese Produktneuheit die Wasserverschmutzung durch Kunststoff-Partikel addressiert. Eine Problematik, mit der sich die gesamte Outdoor-Industrie noch intensiver beschäftigen und Lösungen finden muss.“ Über ein Crowdfunding-Projekt (Kickstarter Campaign) gelang es ihnen, genügend Unterstützer zu finden, um den Waschbeutel zu produzieren, mit dem es aufgrund des extrem feinen Meshmaterials gelingt zu verhindern, dass beim Waschen abgebrochene Kunststoffasern ins Abwasser gelangen. Diese können nicht in den Kläranlagen herausgefiltert werden und gelangen so als sogenannte Mikroplastik-Partikel bis ins Meer, wo sie, oft mit angelagerten Giftstoffen, dann in die Nahrungskette gelangen – mit unter Umständen weitreichenden gesundheitlichen Folgen für Tier und Mensch.

Betrachtet man den Guppyfriend-Waschbeutel näher, wird der einfache, vom pragmatischen Standpunkt her geniale Lösungsansatz schnell deutlich. Dass sich im Waschprozess kleinste Kunstfaserbruchstücke lösen können, kann aktuell nicht verhindert werden, wenn man auf die Funktionsmaterialien nicht verzichten möchte. Das Material, das beim Waschbeutel zum Einsatz kommt, sorgt auf der einen Seite mit seiner glatten Oberfläche aus hochqualitativen Polyamiden dafür, dass weniger Fasern abbrechen, was auf der anderen Seite dabei hilft, die Haltbarkeit der Kleidungsstücke zu verlängern. Der Guppyfriend kann sowohl für die Maschinen-  als auch die Handwäsche eingesetzt werden. Er filtert 99 % aller abgebrochenen Fasern aus dem Waschwasser; das „Filterergebnis“ ist nach jeder Wäsche sichtbar und kann einfach entsorgt werden

Denn die Mikrofasern, die während des Waschganges abbrechen, werden im Beutel aufgefangen, setzen sich nach dem Waschen in den Ecken und im Saum des Beutels ab und gelangen somit nicht über die Kanalisation in den Wasserkreislauf. Am Ende seiner Nutzung lässt sich der Guppyfriend vollständig recyceln. Dazu wird der Beutel einfach zum Hersteller zurückgeschickt und wieder zur Herstellung eines neuen Waschbeutels eingesetzt.

Die gemeinnützige Berliner Organisation wurde initiiert von LANGBRETT, einer Gruppe von Surfern und Naturfreunden. Sie engagieren sich gegen die Plastikverschmutzung in Flüssen, Seen und Meeren und haben es sich zur Aufgabe gemacht, uns über einen besseren Umgang mit Plastik und dem Mikrofaserproblem zu informieren.

Geht es um Plastikmüll in Flüssen und Ozeanen, fallen uns bei dem Thema als erstes Plastikflaschen oder die Kunststoffmülltüten ein. Zunächst relativ unbemerkt tritt zunehmend auch die Problematik durch den Einsatz von synthetischen Materialien in den Vordergrund. „Micro Waste“ steht in dem Zusammenhang für die kleinen Fasern, die für uns fast unsichtbar sind, beim Waschvorgang austreten und auch von Klärwerken kaum effektiv herausgefiltert werden können. So gelangen diese Mikropartikel, wie schon angesprochen, ins Meer und sind damit auch Bestandteil der Nahrungskette von Mensch und Tier.

S!MW will Ideen zur Plastikvermeidung, -reduzierung und -wiederverwertung im Alltag und darüber hinaus initiieren und erforschen. Das „STOP! MICRO WASTE“-Manifest bringt es gut auf den Punkt:

„Ich bekämpfe meine Bequemlichkeit und vermeide Einweg-Plastik * Ich wasche synthetische Kleidung nicht, ohne das Abwasser zu filtern * Ich verwerte alle wertvollen Materialien wieder * Ich trenne Müll * Ich repariere, bevor ich neu kaufe * Ich hinterfrage Werbung kritisch * Ich kaufe weniger, aber besser * Mein Beitrag zum Schutz der Umwelt zählt *

Wenn wir so weitermachen, ist die Verschmutzung unserer Ozeane nicht wiedergutzumachen. Bitte reflektiere und ändere deine Gewohnheiten. Und überzeuge andere es dir gleichzutun. Bitte weitersagen. Wir müssen handeln. Jetzt.“

Den Initiatoren von S!MW ist natürlich klar, dass mit dem GUPPYFRIEND Waschbeutel nur ein kleiner, erster Schritt für eine ganzheitliche Lösung des Mikrofaser-Problems gemacht worden ist. Nicht mehr und nicht weniger, wie sie selber dazu sagen.

Ein weiterer Ansatz ist der Überkonsum; die Einstellung dazu  muss sich in ihren Augen radikal ändern. Hinzu kommen für sie die Entwicklung neuer Materialien, neue Herstellungsprozess, sauberere Waschmaschinen und effektivere Kläranlagen.

Dem ist von unserer Seite nichts hinzuzufügen.

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