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Teaserbild: neu im tapir – Houdini Sportswear: Nachhaltig inspirierter Outdoor-Style

neu im tapir – Houdini Sportswear: Nachhaltig inspirierter Outdoor-Style

Was tun, um die Lebensdauer von Outdoorbekleidung zu verlängern? – Lieblingsstücke kreieren, haltbar machen, wiederverwerten. Die schwedische Sportswear-Firma Houdini hat viele Ideen und setzt den Nachhaltigkeitsgedanken bis ins letzte Detail um. Es geht ihnen darum, Menschen zu helfen mehr zu erleben, mehr zu leisten und mehr Spaß zu haben – ohne dabei Spuren in der Umwelt zu hinterlassen: Maximum experience. Zero impact! Nun haben die Jacken, Shirts und Hosen auch ihren Weg zu uns in den tapir gefunden. Zeit, bei den Schweden einmal hinter die Kulissen zu schauen.

Was haben ein berühmter Entfesselungskünstler und ein Boulderfelsen bei Stockholm gemeinsam? Im Gegensatz zum großen Magier, der auch schon mal unvermittelt verschwinden konnte, steht der Block noch fest auf dem Boden – 9 Probleme hält dieser für die Bouldercommunity bereit. Beide hören auf den klangvollen Namen Houdini und, so sagt es die Firmengeschichte, waren Inspiration für den Firmennamen des 1993 gegründeten schwedischen Oudoorlabels. Die schwedische Bergsportlerin Lotta Giornofelice brachte von einer Reise ans andere Ende der Welt Polartec-Reste mit, aus denen sie zunächst als One-Women-Factory Baselayer aus Stretchfleece nähte. Diese erste Funktionsunterwäsche aus dem elastischen, warm- und trockenhaltenden Stoff fand schnell eine Fangemeinde. Die einzelnen Teile waren eng anliegend, leicht und hatten ein kleines Packmaß, machten quasi ihrem Namensgeber alle Ehre, denn bei Nichtgebrauch verschwanden sie schnell und unauffällig im Rucksack. Und das zu einer Zeit, da Fleecejacken oft eher wärmenden Säcken ähnelten und im Gepäck viel Platz wegnahmen.

Houdini gewann immer mehr an Aufmerksamkeit, nicht nur aufgrund der innovativen Bekleidung. Die Outdoor-Industrie war damals – und ist es immer noch – eine Männerdomäne. Eine kleine, unerschrockene Firma, geleitet von einer Frau: Das hinterließ prompt Eindruck.

Nach 10 Jahren übernahmen Eva Karlsson und Hanna Lindblad die Firma, denn, so heißt es, Lotta nähte nur in ihrer Freizeit, also immer dann, wenn sie mal nicht an den Wänden dieser Welt klettern war. Sie waren überzeugt, das Lottas Konzept von enger sitzenden Shirts und Jacken, die nicht nur jede Bewegung mitmachen, sondern mit denen auch noch Wärmestaus vermieden werden konnten, aufgehen würde. Ihre Einstellung, mit der sie die Produktion weiter vorantreiben wollten, ist bis heute geblieben: „Wir hatten klare Vorstellungen, was wir machen wollten – und was nicht. Vor allem: keine Kompromisse.“ Und sie verfolgen bis heute ihr Ziel: „…unsere Produkte halten lange, aber genauso wichtig ist, dass man sie auch lange tragen möchte. Deshalb streben wir ein zeitloses Design an.“

Houdini ist bekannt dafür, viel Farbe ins Spiel zu bringen, mit Schnitten zu variieren und Materialkombinationen weiterzuentwickeln. Nach den Baselayern kamen die ersten Teile als Midlayer auf den Markt. Bis heute gehören besonders die Houdies, funktionelle Kapuzenjacken aus Powerstrech-Fleece, zu den Klassikern von Houdini. Der Power Houdi verkörpert wie kaum eine andere Jacke die Philosophie der kreativen Schwedinnen: „Bekleidung soll bequem sein, funktionell und vielfältig einsetzbar, gut aussehen – und die Umwelt wenig belasten. Alle diese Punkte sind gleich wichtig!“ Seit seiner Erstauflage wurde er schon in über 80 Farben produziert und gehört auch zu den Teilen der Houdini-Kollektion, auf die wir uns schon mega gefreut haben. Die weiche und bequeme Stretchfleece-Kapuzenjacke kombiniert cleanes, alltagstaugliches Design mit dem funktionalem, robustem Polartec® Power Stretch® Pro (robustes Außenmaterial und kuschlig weich auf der Innenseite), außerdem ermöglicht der körpernahe Schnitt viel Bewegungsfreiheit.

Vier Jahre hat es gedauert, dann war die Entwicklung des neuen Unterwäsche- und Baselayermaterials abgeschlossen. Houdinis Ziel war es, eine funktionale und trotzdem schöne Unterwäsche zu kreieren, die bequem ohne einzuengen sitzt, und die man beim Tragen fast nicht spürt, obwohl sie körpernah geschnitten ist. Sie wissen, dass man bei der Bekleidung Funktion und Flexibilität nur über’s Design und die richtige Materialwahl an den richtigen Stellen erreichen kann. Merinowäsche ist cool, aber sie ging den Schwedinnen zu schnell kaputt. Die weichen, neuen Materialkombinationen aus einem Merino-Seide- oder Merino-Tencel-Mix sind viel robuster, langlebiger. Sie, und das war wichtig, erfüllen dennoch alle Kriterien, die an Baselayer bei Houdini gestellt werden. Damit genügen sie nicht nur den Nachhaltigkeitsansprüchen des Unternehmens, sondern versprechen auch eine ausgezeichnete Performance.

Nomen est omen: Made to Move ist ein Design- und Schnittverfahren anhand des natürlichen Bewegungsprofils des menschlichen Körpers. Beim Designen neuer Styles wird dieser Prozess traditionell auf einem Flachbrett vollzogen. Mit „Made to Move“ designen die Schwedinnen hingegen aus einem Stück Material direkt am Körper in aktiven Posen. Heißt: Die Designer setzen an der Realsituation an, die besteht, wenn man die Bekleidung später aktiv trägt. Doch nicht nur die Schnittführung gehört dazu, sondern die Macher bei Houdini machen sich auch den natürlichen Stretch der Materialien zunutze. Nähte in kritischen, bewegungsintensiven Zonen werden weitestgehend vermieden. So stellen sie sicher, dass man auch bei großräumigen Bewegungen nicht behindert wird. Cooler Ansatz, bei dem sich die technische Innovation auf das Zurückbesinnen auf Design und Material ergibt. Man kann auch sagen, dass Houdini in Kooperation mit der renommierten „Swedish School of Textiles – University of Boras“ alte Schneidertradition wieder zum Leben erweckt.

Der Produktionsprozess findet hierbei in kompletter Handarbeit statt. Dafür wird ein Stück Stoff im Ganzen auf einem beweglichen Modell platziert und bei den unterschiedlichsten Bewegungen umwickelt. Bei jeder dieser Bewegungen wird der Stoff per Hand abgesteckt und am Ende wird aus diesem einzigen Stück eine maßgeschneiderte Hose gefertigt.

Der Stoff dehnt sich an entsprechenden Punkten aus und ermöglicht so die angesprochene uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Damit ist das Ende noch nicht erreicht: Houdini plant für die kommenden Saisons eine Erweiterung der „Made to move“-Technologie auch bei Oberteilen. Diese sollen nach genau dem gleichen Konzept designt werden.

Getreu dem Motto „Nicht nur den Hintern retten, sondern auch die Welt!“ geht man bei Houdini das Thema Umweltschutz mit viel Leidenschaft an. Die Schweden sind der Meinung, dass es möglich ist, auf umweltfreundliche Art und Weise zu konsumieren – und setzen dies konsequent in allen erdenklichen Bereichen um. Dabei stehen nicht nur Recyclingmaterialien im Fokus der Entwickler. Abgesehen davon, dass es (leider) immer noch bei einigen speziellen Stoffen keine Recyclingvarianten gibt, bemühen sich die Schwedinnen, ihren Anteil schnellstmöglich auf 100 % zu bringen. Daran arbeiten sie gemeinsam mit ihren Partnern und Zulieferern. Produziert wird ausschließlich in der EU und Houdini ist bluesign®-Partner, unterwirft sich also strengen Umweltschutz-Standard­s. Dazu gehören auch kurze Reisewege zu den Produktionsstandorten – ein Grund mehr, sich für „Made in Europe“ zu entscheiden.

Houdini verwendet aktuell bei über 90 Prozent seiner Stoffe recycelte oder nachwachsende Fasern. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Wiederverwertbarbarkeit (Rückführung in einen Recyclingprozess) bzw. dass die Materialien biologisch abbaubar sind.

Mehr als 65 % der Houdini-Styles sind in einem vollständig geschlossenen Lebenszyklus hergestellt und 99,5 % werden in Europa produziert. Der größte Teil der Houdini-Range besteht aus recycelten oder erneuerbaren Fasern und ein noch größerer Anteil ist vollständig recycelbar oder biologisch abbaubar. Die meisten Technologien sind bluesign®-zertifiziert. Das zu 100 % geschlossene Houdini-Recyclingsystem läuft seit 2006.

Ein Blick in die Kollektion zeigt zudem, dass die Schweden aktuell auf Baumwolle, Daune und PFC-haltige Membrane verzichten.

Zum Thema Nachhaltigkeit gehört aber auch, dass die Kleidung nicht nur lange getragen werden kann, sondern dass die Kunden ihre Sachen auch lange tragen möchten. Deshalb sind die kreativen Köpfe in Stockholm bemüht, den Sachen ein zeitloses Design zu verpassen, ohne mit einem erhobenen grünen Zeigefinger auf den selbstverständlichen Ökotouch ihrer Sachen zu verweisen. Kurzlebige Modefarben wird man auch kaum finden, damit die Sachen optisch nicht schon nach einem Jahr wieder out sind. Sie sind eben die Spezialisten für langlebige Lieblingsteile!

Und sollte doch einmal ein Bekleidungsstück schlapp machen und auch secondhandmäßig gesehen nichts mehr gehen, dann sollten die Sachen zu Houdini zurückgeschickt werden, damit sie dem Recyclingprozess wieder zugeführt werden können.

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