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Save the date: 20. Bergfilm-Festival im Steinbruch Gaudlitzberg

Am letzten Augustwochenende ist es wieder so weit: Der DAV Leipzig ruft gemeinsam mit dem Festivalteam zur Jubiläumsveranstaltung an den Gaudlitzberg. 20 Jahre „alt“ wird unser kleines, aber feines Bergfilmfestival an diesem Wochenende, das seit Jahren immer wieder viele begeisterte Kinoeulen in die Hohburger Berge zieht. Die Macher des Festivals haben sich auch in diesem Jahr viel einfallen lassen, um das Wochenende unvergesslich werden zu lassen.

Das Bergfilmfestival in den Hohburger Bergen hat in den vergangenen 20 Jahren eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Dazu gehört neben unterschiedlichen Spielstätten, Initiatoren und Ausrichtern aber auch eine Konstante: Peter Hugo Scholz. Jeder, der einmal beim Festival gewesen ist, hat ihn erlebt; jeder, der hinter den Kulissen etwas mit dem Festival zu tun hat, weiß, dass es ohne ihn schon lange keine Veranstaltung in den Hohburger Bergen mehr geben würde.

Gestartet unter dem Namen Muldentaler Bergfilmnacht ging es nach diversen Namensänderungen (Muldentaler Bergfilm Open Air, Hohburger Bergfilmfestival) und einer kleinen, wasserbedingten Zwangspause am Spielberg 2011 seit 2012 an der heutigen Spielstätte Gaudlitzberg weiter. Rückblickend vermisse ich ein wenig die Abende am See, wenn die Filme gelaufen, die Preise vergeben und der Abend am Wasser mit dem Lagerfeuer im Hintergrund ausklingt.

Doch auch der Gaudlitzberg hat seine Reize und bietet eine perfekte Kulisse für ein Filmfestival, bei dem es schon längst um mehr als nur reine Filme übers Klettern und Bergsteigen geht. So vielfältig wie Outdooraktivitäten sein können, so vielseitig sind die Filme.

Das Festival beginnt am Freitagabend gleich mit einer Welturaufführung einer Bergoper. Ja, auch so etwas gibt es. Das Duo Sonnenschirm hat sich mit seinen brachial-romantischen Songs in den vergangenen 30 Jahren bereits einen Namen gemacht, nun führen sie ihre selbstkomponierte, arrangierte Oper „Der Berghof zum Hanghuhn“ auch selber auf. Man darf gespannt sein und schon mal die Lachmuskulatur vorbereitend trainieren. Zu leckeren Getränken aus der ganzen Welt gibt es im Anschluss daran ein BEST-OF-PROGRAMM mit Film-Splittern aus 19 Festivals. Und wer dann noch nicht genug hat, kann am Lagerfeuer den Tag ausklingen lassen – bestimmt haben einige wieder ihre Instrumente dabei.

Das Rahmenprogramm zum Festival startet bereits am Mittag mit dem im Vergleich zu den vergangenen Jahren neugestalteten 5. Gaudlitzberg-Bouldercup. Pünktlich um 12 geht es los (18 Uhr dann das Finale). Reini wird wie in den vergangenen Jahren moderieren, als Schrauber werden sich Leonid Nazarov (Kosmos Leipzig), Enrico Dudek, Micha Weidner (BlocSchmiede Magdeburg), Chris (Bloc Limit Leizpig) und Joseph Schade (NoLimit Leipzig) kreativ betätigen.

Natürlich darf die Seilbahn über dem Steinbruch nicht fehlen, ebensowenig die lustigen Sportwettkämpfe. Wer will, kann sich beim Schnupperklettern einmal selbst in der Senkechten bewegen oder nutzt die Zeit in einem der umliegenden Steinbrüche. Wer ihn noch nicht kennt, der kann DER FRÖHLICHE CHOR  erstmalig erleben, der – wer hätte es gedacht!? – Berglieder in seinem Repertoire hat …

Wie in jedem Jahr wartet auch das 20. Festival mit ein paar Neuheiten auf. Am Stand von SPOORTH kann man mittels einer elektronischen Messplatte seine Füße vermessen und checken lassen, einfach dazu die eigenen Wander- und Laufschuhe mitbringen! Gespannt sind wir auch schon auf die mobile TISCHTENNIS-PLATTE von einem sächsischen Erfinder.

Schirmherr Landrat HENRY GRAICHEN kommt zu seinem Debut in ungewöhnlicher Begleitung: RAMESH PRADAD KHANAL ist der Botschafter Nepals in Deutschland. Er stellt nicht nur den Film „Mira“ vor, der im Wettbewerbsprogramm laufen wird, sondern hat in seinem Gepäck auch leckere Momos und Starkbier aus dem Himalaya. Ehrengäste in diesem Jahr sind die sächsische Kletter-Legende BERND ARNOLD und der bayrischen Bergfilm-Förderer MICKI PAUSE („Bergauf-Bergab“ und Tegernsee-Festival).

Am Abend, wenn alle Sportpreise vergeben sind, verwandelt sich der Steinbruch wieder in das „schönste Kino Deutschlands“ (Malte Roeper). Wie immer gibt es im Filmwettbewerb nur einen Preis – den Publikumspreis. Uns wird wieder ein spannender Filmabend erwarten. Hier schon mal ein Blick ins Wettbewerbprogramm.

Los geht es mit einem Film aus Neuseeland von Jason Blair: „Trollfinger“ (Neuseeland, 2018, 26 min.). Der Film erzählt die Geschichte einer ambitionierten Seilschaft aus Neuseeland, die eine beinahe aussichtslose Erstbegehung auf einer Färöer-Insel angeht. Im nächsten Film steht ein großes Drama über die Faszination des Abenteuers Basejumping im Fokus, es geht um den Zwiespalt zwischen Sucht und Zweifel. Der Kurzfilm „Last Exit“ ist von Puria Ravahi (D, 2016, 7 min.)

Der Film „Mira“ von Lloyd Belcher (Honkong, 2016, 40 min.) zeichnet in zauberhaften Bildern den ungewöhnlichen Weg der Nepalesin Mira Rai nach – vom Dorfmädchen über den Armeedienst bei den Mao-Rebellen bis zur berühmten Bergläuferin von heute (wird simultan auf Deutsch eingesprochen).

Im Film „Haute Route – ein Perspektivwechsel“ von Sven Schmid (D, 2016, 25 min.) werden drei Frauen in den Mittelpunkt gestellt, die sich aus dem Alltag lösen und auf Skiern durch die Walliser Alpen touren. Was unterwegs passiert, auch im Kopf, vermittelt der Film mit eindrucksvollen Gesprächen und Landschaftsaufnahmen.

Wir wissen, dass es 14 Achttausender gibt, im Film „Der 15. Achttausender“ von Johannes T. Weidinger (Österreich, 1990, 23 min.) geht es um einen Wissenschafts-Krimi über eine geologische Himalaya Expedition zu einem Bergriesen, den man heute nicht mehr ohne Weiteres erkennen kann … Der im Archiv (wieder) gefundene Film wird von dem Expeditionsteilnehmer Horst Ibetsberger eingeführt.

Sollten die Kinoeulen dann noch nicht genug haben, könnte der Film „Bartang Bardam – Abenteuer im Pamir“ von Kilian Reil (D, 2017, 42 min.) noch gezeigt werden, ein Reise-Report aus Tadschikistan der anderen Art – mit unkommentierten Einblicken in eine selten zu sehende Bergwelt sowie ungeplante menschliche Begegnungen und natürliche Ereignisse … Sollte der Abend schon zu fortgeschritten sein, wird der Film wohl ins Wettbewerbprogramm 2019 „verschoben“ werden.

Der Filmpreis in diesem Jahr wurde von Steve Schäfer, einem Kunst-Student in Weimar aus dem  hartem Quarzporhyr herausgearbeitet. Wir werden sehen, welcher Filmbeitrag am Ende mit Preis nach Hause gehen wird.

Am Sonntag kann dann nach dem Frühstück die Gelegenheit genutzt werden, durch den Geopark Porphyrland zu wandern oder einfach wieder in den Steinbrüchen gemeinsam klettern zu gehen, also den Sonntag ganz entspannt ausklingen zu lassen.

Für Kino-Eulen und Outdoor-Freunde: Das Bergfilm-Festival im Steinbruch Gaudlitzberg ist das älteste seiner Art. Wir sehen uns vom 24.-26.08.2018 in der malerischen Filmkulisse in den Hohburger Bergen! Karten gibt es bei uns im tapir zu kaufen, dabei könnt ihr wählen, ob ihr das komplette Festivalpaket (Freitag – Sonntag) möchtet, nur am Wochenende (Samstag/ Sonntag) oder doch nur am Freitagabend kommen wollt. Für Festivalneulinge gibt es hier alle Infos zur Anreise und zum Campen. Auf dass das Festival wieder zu einem Fest wird!

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