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Neues vom Kletternachwuchs: Deutscher Jugendklettercup mit Leipziger Beteiligung

Mit der Festlegung, dass 2020 erste Kletterwettkämpfe im Rahmen einer Olympiade stattfinden werden, ist das Reglement für das Wettkampfklettern im DAV an den neuen Modus angepasst worden. So wurde der deutsche Jugendmeister 2018 in der sogenannten Overall-Wertung gekürt. Heißt, die besten Nachwuchskletterer Deutschlands (Jugend B, 13 – 15 Jahre / Jugend A, 16-17 Jahre) sammelten in den drei Disziplinen Bouldern, Lead und Speed ihre Punkte und beim sechsten und letzten Wettkampf wurden dann die Sieger und Siegerinnen im Jugendcup 2018 geehrt. Die Leistungsdichte, das wurde in diesem Jahr einmal mehr deutlich, ist sehr hoch geworden. Umso erfreulicher, dass Kaja Händler aus Leipzig am Ende der Saison nicht nur Platz 5 in der Overall-Wertung in ihrer Altersklasse belegen konnte! Im letzten Wettkampf, also quasi dem Saisonfinale in Frankenthal, belohnte sie sich außerdem mit einem überraschenden zweiten Platz im Lead. Für uns ein guter Grund, nicht nur an dieser Stelle GLÜCKWUNSCH an Kaja und ihre Trainer zu sagen, sondern gemeinsam mit ihnen auf eine lange Saison zurückzublicken.

 

Vom Leipziger Kletternachwuchs hatten Kaja und Max den Sprung in den sächsischen Landeskader geschafft. Während Max in der Altersklasse C eher (noch!) sachsenweit unterwegs ist, ging es für Kaja im Rahmen des Deutschen Jugendcups in diesem Jahr wieder auf große Deutschlandtour. 2017 hatte sie am Ende Platz 22 belegt, das galt es in diesem Jahr zu toppen. Die Vorgaben in der Overall-Wertung: Bouldern Fb 6B, im Lead eine 7a und dann war da noch das Speed-Klettern …

Wie, Speed? Kleiner Einwurf für alle, die sich im Wettkampfklettern nicht so auskennen (alle anderen können nachfolgende Zeilen einfach überspringen): Es geht darum, eine genormte Wand (15 m hoch) so schnell wie möglich zu überwinden und den Buzzer als Erste/r zu erreichen. Doch nicht nur die Höhe, sondern auch Griffe, Griffabstände und Sicherungspunkte sind im Regelwerk klar definiert. Wer sich das mal live ansehen will, wie sich die Protagonisten von Griff zu Griff dynamisch nach oben katapultieren, also mehr springen als klettern, hat zumindest in Leipzig etwas Pech: Bei uns hier gibt es (bisher) keine Speedwand zum Trainieren.

Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja: Die Mädels haben für die Speedwand höchstens 18 Sekunden Zeit!

Lassen wir Sven vom DAV Leipzig dazu selbst zu Wort kommen:

Der Deutschland-Cup bestand 2018 aus 6 Wettkämpfen: 2 Lead, 2 Speed und 2 Boulder. Wie im olympischen Format für 2020 in Tokio gehen auch hier alle Ergebnisse gleichberechtigt in die Wertung zum Gesamtsieg ein.
Mit Gesamtplatz 5 (von 50 Starterinnen in Kajas Altersklasse) gestaltete sich das Jahr sehr erfolgreich.

Überraschend positiv war das Abschneiden im Speed. 2 x Platz 6 – und das ohne eigene Speedwand zum Trainieren! Und dann hat das Speedklettern auch noch Spaß gemacht. Weil im Speed immer je zwei Starter parallel gegeneinander antreten und man es vom Achtel- über das Viertel- bis hin zum Halbfinale mit immer schnelleren Gegnern zu tun bekommt, sind Motivation und Wille zwei entscheidende Faktoren. Kaja konnte sich so von einer 18er- bis auf eine 14er-Zeit verbessern. Die schnellsten Mädels in der B-Jugend sind übrigens in reichlich 11 Sekunden am Buzzer. Da ist also noch Platz nach oben.

Der erste Boulderwettkampf in Dortmund ging mit einem Platz im Mittelfeld eher nach hinten los. Denn Bouldern ist eigentlich Kajas stärkste Disziplin. Dafür gelang ihr beim zweiten Wettkampf der Sprung auf Platz drei.
Ganz besonders gefreut haben wir uns über den letzen Wettkampf: Kaja hatte sich für den Seilwettkampf in Frankenthal viel vor- und aus dem Trainingslager mit Ines Dull, der Bayerischen Kadertrainerin, Motivation mitgenommen. Die von Johannes Lau und Luke Brady geschraubten Touren in Frankenthal waren lang und technisch anspruchsvoll und forderten von den jungen Kletterern eine große Vielseitigkeit. Belohnt hat Kaja sich beim anstregenden Saisonfinale mit Platz 2.

Wie schon angesprochen: Die Leistungsdichte ist hoch geworden. Von den ungefähr 50 Starterinnen in der weiblichen Jugend B können ca. 25 richtig gut klettern. Aber die Top 6 klettern nochmal auf einem anderen Niveau. Vor allem die Trainingsintensität ist hier schon enorm; 5 bis 6 Trainingseinheiten in der Woche sind da keine Seltenheit.

In Leipzig sind wir bei unseren Kids etwas zurückhaltender, allein schon, um Überlastungsverletzungen vorzubeugen. Bei uns steht immer noch die Qualität des Trainings im Mittelpunkt, um so die Grundlagen zu legen. Dabei kalkulieren wir durchaus ein, dass es für die Spitzenergebnisse in diesem Altersbereich noch an Kraft und Ausdauer fehlt. Der Clou dabei ist, dass sich, im Gegesatz zu Technik, Kraft und Ausdauer sehr leicht mit Fleiß und Motivation aufholen lassen.
Für die nächste Saison hat sich Kaja genau das vorgenommen. Der letzte Wettkampf und der zweite Platz haben gezeigt: Wenn sie das Training intensiviert, kann es durchaus auch bis ganz nach vorn reichen!

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