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Teaserbild: mein Schatz

mein Schatz

schallt es nicht nur durchs Nebelgebirge und auf dem Weg nach Mordor – auf Schatzsuche begeben sich auch Männer und Frauen mitten in LE. Zeitgemäß benötigen sie dafür nur ein GPS-Gerät und ein bisschen Köpfchen, um die Rätsel zu lösen, die einen den Weg zum Schatz weisen. Und wer wenig Zeit hat, kann dies auch in der Mittagspause direkt vor der Haustür tun.

Geocaching heisst das Spiel, dem auf dem Abenteuerspielplatz LE immer mehr Menschen verfallen. Habt Ihr gewusst, das eine kleine, aber stetig wachsende Gruppe das gros der Leipziger Bevölkerung als Muggel bezeichnet? Und ehrlich – ich jedenfalls wollte meinen Ruf als Muggel so schnell wie möglich wieder los werden. Mit einem GPS umzugehen sollte eigentlich für mich kein Problem sein. Mein erstes Etrex von Garmin begleitete mich schon 2001 im Tien-Shan. Wir tauften es auf dieser Tour liebevoll auf den Namen „Packman“, weil das kleine Männchen manchmal genauso hilflos wie im gleichnamigen Spiel auf dem Monitor umher irrte, wenn wir uns den Weg durchs Spaltenfeld suchten. Am Ende des Tages waren wir manchmal sprach- und fassunglos, wenn es hies: Luftlinie 2km in der Stunde – der Typ im Gerät muss sich doch verlaufen haben…

Die Zeiten haben sich geändert, die Möglichkeiten, die ein GPS-Handgerät bietet, haben sich deutlich verbessert. Und so dachte ich mir: Zumindest die Tradis sollten gut zu finden sein mit der Topo-Deutschland-Karte im Gerät.  Aber – die lange Liste der Möglichkeiten in der näheren Umgebung erschlug mich zum Sonntag morgen (es gibt in Deutschland mehr als 120.000 versteckte Caches). Nach ausreichend Kaffee fand ich dann den (ersten) Cache für mich: Er war in Radreichweite (bin gerade fußlahm), ohne hochsteigen zu müssen erreichbar und an einem markanten Punkt (mit mittlerem Muggel-Alarm) von Leipzig, mit dem ich viele Erinnerungen verbinde: die Löffelfamilie.

Vor vielen Jahren – zum Honky Tonk – versteigerte Paul Fröhlich im Rahmen der Rettungsaktionen für eines der Wahrzeichen von Leipzig einzelne Münder und Löffel. Ich hatte damals das Vergnügen, an einem der beiden Seile zu hängen. Es war gelinde gesagt a…kalt auf dem Dach und in der Wand und wir mussten lange warten, bis es endlich losging. Dann aber bestand meine schwierigste Aufgabe nicht etwa im Lösen der verrosteten Verankerungen, sondern darin, die ersteigerten Röhren oder den Schraubendreher vor lauter Lachen nicht fallen zu lassen – die Kommentare und Anfeuerungen von Paul werden unvergesslich bleiben.

So schnappte ich mir am Sonntag GPS und Stift, schwang mich aufs Rad und hatte kurz darauf das Vergnügen, meinen ersten Schatz in der Hand zu halten. Natürlich sah ich mich ganz genau um, um sicherzustellen, das kein Muggel mein Einloggen beobachtet.

Und was soll ich sagen: es hat richtig Spass gemacht. Im Sonntagsregen verbrachte ich anschliessend Stunden am Rechner mit der Suche nach neuen Schätzen – ganz nebenbei habe ich beim Recherchieren auch als Leipziger Gewächs viel Neues aus der Geschichte unserer Stadt erfahren. So werd ich mich, wenn Zeit und Wetter es hergeben, auf die Suche nach dem Hexenkessel machen (wir wussten schon immer, das sie unter uns sind…) und die Rätselgeschichte zur Flucht der Leipziger Löwen versuchen zu lösen. Getreu dem Motto: Schnapp ihn dir! Ausserdem geistern seit dem auch interessante Orte (Verstecke) durch meinen Kopf und dazugehörige Rätsel – aber das ist eine andere Geschichte.

Wer es auch probieren möchte: GPS-Gerät (für den ersten Cache auch im tapir auszuleihen), Stift, Koordinaten aus dem Netz und schon kann es losgehen – Leiter, Stirnlampe und andere Hilfsmittel kommen unter Umständen später mit hinzu. Caches (Koordinaten und Beschreibung) sind zu suchen unter: http://www.opencaching.de/ oder http://www.geocaching.com/. Es gibt für jeden einen Schatz zu finden: ob mit Auto oder zu Fuß oder nur mit speziellem Equipment erreichbar (z.B. mit Kletter- oder Schnorchelausrüstung). Und für die Querdenker und Rätselfreunde gibt es viel Köpfchenarbeit, weil die Schatzsuche vor Ort oder sogar schon im Vorfeld Recherche und Knobelei erfordert. Wer weiß, vielleicht führt die Suche auch den einen oder anderen ins Auenland oder nach Gondor.

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