Heimplanet The Wedge im Test – Nie wieder Gestängebruch!

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tapir- testlabor Zelte Matthias | 12. Juni 2013

„Leicht kann jeder!“, wird sich die Firma Heimplanet gesagt haben und setzt mit dem Wedge  einen neuen Trend, der so gar nicht mit den herkömmlichen  Kriterien zu messen ist.  Dies wird schon deutlich, wenn das Zelt im verpackten Zustand vor einem liegt. Wüsste ich es nicht besser, würde ich denken, ich habe einen Schlafsack vor mir, der ordentlich in einem Kompressionssack verstaut ist.

Nur das Gewicht entspricht eher dem eines Zeltes (3,6kg)…

 Auf- und Abbau

… Die Erklärung hierfür ist einfach, denn Heimplanet verzichtet auf ein Gestänge im herkömmlichen Sinne und verwendet stattdessen mit Luft zu befüllende Schläuche, die das Zelt in Form bringen sollen. Benutzt wird dafür eine Minipumpe, die über ein Schraubventil mit dem Zelt verbunden wird. Wenn es schnell gehen muss, ist das Zelt dann in 2:30 min aufgepumpt und  zeigt sich in seiner vollen Schönheit.  Innen- und Außenzelt sind miteinander verbunden, so dass der Innenraum auch beim Aufbau im Regen trocken bleibt.

Das Abbauen gestaltet sich noch einfacher als der Aufbau: Es werden einfach die vorhandenen 4 Ventile aufgedreht und das Zelt fällt in sich zusammen. Das Einpacken gestaltet sich spielend leicht, wenn man das Zelt  um die Pumpe rollt. Dann noch schnell komprimiert und schon habe ich wieder meine „Schlafsackgröße“.

 

Ausstattungsdetails

Ist das Zelt ordentlich abgespannt, steht es auch hervorragend im aufkommenden Gewittersturm. Das liegt nicht zuletzt auch an den drei Kreuzungspunkten der „Gestänge“.

Für ausreichende Belüftung sorgen zwei  Lüftungsluken im Eingang und auf der Rückseite des Zeltes. Apropos Eingang: Dieser ist sehr variabel gestaltet und lässt sich auf verschiedenste Art und Weise öffnen. Die Schläuche lassen sich durch zwei Klemmen in drei Segmente separieren, so dass bei einer Beschädigung im Schlauch immer noch eine Benutzung möglich ist.

Das Innenzelt ist herrlich groß und mit 2,60m auch lang genug für Basketballer. Für den Durchschnittsbürger ergibt sich durch die Länge zusätzlicher Stauraum für Gepäck und auch die Breite des Zeltes ist mit 1,40m an der breitesten Stelle eher großzügig bemessen. So geht das Gefühl  im  Zelt dann auch eher Richtung „Palast“ und nicht Richtung „Hundehütte“. Drei unterschiedlich große Taschen links und rechts angeordnet bieten Platz für allerlei Kleinkram.

Als Schwachstelle erweisen sich die Reißverschlüsse am Außenzelt. Diese  verklemmen  sich häufig in der Abdeckleiste.

 

Fazit

Über Geschmack lässt sich bekanntlich hervorragend streiten. Mir gefallen die knallorangenen Luftschläuche und das Blau des Außenzeltes und ein Hingucker ist es auf jeden Fall! So bildet sich auch gleich eine Menschentraube auf dem Zeltplatz. Das Wedge bereichert in jedem Fall den Outdoormarkt um eine neue Facette und wird auf vielen Zeltplätzen für erstaunte Blicke und Fragen sorgen. Das Einsatzgebiet  geht eher Richtung Radwandern, Paddeln , wo das Gewicht keine so große Rolle spielt.


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