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Teaserbild: Testbericht zum Ozone QC von Rock Pillars

Testbericht zum Ozone QC von Rock Pillars

Hin und wieder steht ein Kletterurlaub ins Haus. Eine gute Gelegenheit, um sich ein bisschen in unserem Schuhsortiment umzuschauen und eventuell den ein oder anderen genauer in den Fokus zu nehmen. Diesmal fiel meine Wahl auf den Ozone QC von Ocun Rock Pillars und ich kann nur sagen: Das Vergnügen war ganz meinerseits!

Kletterschuh Ozone QC – Warum?

Manchmal muss es einfach etwas Neues sein und da ich schon lange auf der Suche nach einer Alternative zu meinen La Sportiva Katana bin, kommt mir im Laden eigentlich auch jeder Schuh, der frisch reinkommt, unter den Fuß und muss an unserer Testwand zeigen, was er kann. Bevor es dort aber losgehen kann, muss zunächst die richtige Größe des Schuhs gefunden werden. Da ich normalerweise eine Gr. 41 als Straßenschuh trage und meine Katana in Gr. 37,5 bevorzuge, folgte hier beim routinierten Griff in die kleinen Größen die erste Erkenntnis: Der Ozone QC fällt kleiner aus, viel kleiner. Am Ende landete ich bei Gr. 39,5 und empfand den Schuh als „enger geht nicht“. Der Schuh saß also nicht nur, sondern bestand darüber hinaus auch das erste Antesten.

Die harten Fakten

Der Ozone QC empfiehlt sich dank seiner durchaus aggressiven Passform für das ambitionierte Klettern. Die Spitze des Schuhs ist leicht nach unten gezogen, was dafür sorgt, dass die Kraft von Zeh auf Tritt optimal übertragen wird. Fixiert wird der Schuh mit zwei Klettstreifen und überzeugt im Inneren durch eine sich angenehm anschmiegende Fleecelage. Als Gummi ist Vibram XS Grip verarbeitet und sorgt für richtig gute Reibung. Das Außenmaterial ist formstabiles Kunstleder und das Fußbett aus Leder. Das eigentliche Geheimnis des Schuhs sitzt aber definitiv im Bereich des Fußballens und nennt sich „3 Force patented System“. Das Entscheidende hinter diesem Namen ist eigentlich die aus Gummi gezogene Verstrebung über dem Fußballen. Diese sorgt dafür, dass der Schuh den Fuß leicht zusammendrückt und in der Mitte anhebt. Soweit die orthopädischen Spätfolgen nicht abzuschätzen sind, ist es aber die klettertechnische Performance – und zwar deutlich!

 

Wo so einen Schuh am besten testen?

Natürlich kann man so einen Schuh nicht irgendwo testen. Aus diesem Grund und um dem trüben Leipziger Novemberwetter zu entfliehen, verschlug es mich nach Südfrankreich. Denn neben spätsommerlichen 18 Grad und viel Sonne bieten die Massive Russan und Seyne die ideale Teststrecke für ein intensives Anfühlen meiner neuen Kletterschuhe.

Der Kletterschuh am Fels

Die südfranzösischen Klettergebiete warten mit feinstem Mittelmeerkalk, Sintern, Platten und Überhängen auf. Hier zeigt der Ozone QC, wie präzise er ist. Kleine Dellen, Leisten oder Tropflöcher – alles kein Problem. Richtig Spaß macht der Schuh beim sehr hohen Antreten auf schlechten Tritten, hier kommen ihm die nach unten gekrümmte Spitze und womöglich das 3 Force System zugute. Letzteres sorgt aber auch für eine starke Komprimierung des Fußballens, was am Anfang durchaus schmerzhaft sein kann. Nach circa drei bis vier Klettertagen war der Schuh aber weitestgehend eingeklettert. Da ich mich eher in der Wand oder im leicht überhängenden Gelände bewege, hatte ich nicht viele Möglichkeiten, die Ferse auf Hooks zu überprüfen. Da diese aber knalleng umschlossen ist, kann ich mir nur schwer einen Performanceabfall an dieser Stelle vorstellen. Die Reibung des Vibram XS Grip ist am Felsen optimal und sorgt für soliden Stand im Kalk.

Fazit

Der Ozone QC hat sich für mich absolut bewährt und wird über kurz oder lang meinen Katana ablösen. Der Schuh verspricht beste Performance und maximalen Kletterspaß im ambitionierten und schweren Gelände. Wer also einen Schuh für anspruchsvolles Klettern sucht, ist mit diesem gut beraten!

+ Vibram XS Grip steht überall

+ 3 Force System – zwingt dem Fuß die maximale Kraftübertragung auf

+ weiches anschmiegsames Innenfleece

+ sieht im Preisvergleich mit den Konkurrenten mehr als gut aus

– gibt es wirklich nur in grün (passt einfach nicht immer 😉 )!

 

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