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Teaserbild: Backpacking in Uganda

Backpacking in Uganda

Ich habe 2018 für ein Jahr in Uganda gelebt und einen Freiwilligendienst beim Roten Kreuz in Mbale gemacht. Diesen März bin ich für eine Backpacking-Tour wieder dorthin zurückgekehrt, um mit Freunden aus Uganda und anderen ehemaligen Freiwilligen herumzureisen. Während ich dort war, bin ich unter anderem im zweittiefsten See Afrikas geschwommen und auf einige Berge gestiegen. Was ich dieses Jahr nicht gemacht habe (dafür letztes Jahr), sind Safaris. Empfehlen kann ich den Murchison Falls National Park oder den etwas abgelegeneren Kidepo Valley National Park. Auch den Mount Elgon hätte ich gerne nochmal bestiegen, aber bei allen drei Nationalparks muss man für einen Dreitagestrip mit ca. 200-300 € rechnen.

Uganda liegt direkt auf dem Äquator am Viktoriasee, grenzt im Westen an die Demokratische Republik Kongo und im Osten an Kenia. Es gehört zu den durchschnittlich jüngsten Ländern der Welt und fast jeder spricht Englisch. Ugandas Natur bietet sehr viel Abwechslung zwischen Bergen, Steppe und Urwald. Obwohl es nicht besonders touristisch ist, gibt es viele Möglichkeiten, wenn man dort Urlaub machen möchte: Safaris, Wandertouren, Seen, der Nil oder die auf den ersten Blick sehr chaotische Hauptstadt Kampala.

Dieses Jahr bin ich auf die Ssese Islands im Viktoriasee gefahren und dann weiter nach Mbale und Soroti im Osten des Landes, um dort Freunde zu besuchen. Von dort aus bin ich über die Hauptstadt Kampala weiter zum Lake Bunyoni gereist. Insgesamt war ich vier Wochen unterwegs.

Mit ganzjährig angenehmem Wetter und einer abwechslungsreichen Natur ist das Land perfekt für Backpacker oder Aktivurlauber. Wer ein bisschen mehr Geld ausgeben möchte, kann auch Safaris machen oder auf Vulkane steigen. Aber auch die Hauptstadt, Kampala, ist ein absolutes Muss für jeden Uganda-Reisenden.

Mbale ist die Stadt, in der ich letztes Jahr gelebt hatte, deshalb war es für mich klar, wieder dorthin zu kommen. Die ca. 80.000-Einwohner-Stadt liegt an den Ausläufern des Mount Elgon an der Grenze zu Kenia im Osten Ugandas.

Viele Touristen besteigen von hier aus den Mount Elgon, einen 4321 m hohen, erloschenen Vulkan. Ich hatte dieses Jahr leider keine Zeit dazu und war stattdessen auf einem Ausläufer unterwegs. Innerhalb von zwei bis drei Stunden lässt sich der Wanale Hill von Mbale aus erreichen. Durch kleine Felder von Subsistenzbauern, Bananenfelder und Wälder hindurch schlängelt sich ein nicht ausgeschilderter Pfad hoch auf den Berg, von dem man eine unglaubliche Aussicht auf das weite Land hat. Der Weg endet an der Mündung eines kleinen Wasserfalls – wer sich traut, kann sogar darin baden.

Von Mbale aus ging es in vielen Stunden Busfahrt über die Hauptstadt Kampala weiter zum Lake Bunyoni. Der im Süden Ugandas an der Grenze zu Ruanda gelegene See (in der Übersetzung heißt er wörtlich „See der vielen Vögel“) ist perfekt zum Entspannen oder Wandern. Die Region wird wegen der vielen Berge nicht zu Unrecht „Little Swiss“ genannt. Der See selbst liegt auf einer Höhe von 1950 m über dem Meeresspiegel und ist mit ca. 900 m der zweittiefste See Afrikas.

Dort wohnten wir auf einer kleinen Insel in einem Eco Resort, um einige Tage zu entspannen. Einmal konnten wir trotzdem unsere Faulheit überwinden und liehen uns vor Ort dugout canoes (also aus einem Stamm geschnitzte Kanus) aus. In unserem Viererboot legten wir in vielen Kurven unseren Weg zu einer der vielen kleinen Inseln zurück – nicht irgendeine, sondern die, auf der Zebras angesiedelt wurden und auf der wir auch Gazellen beobachten konnten!

Leider liegt jetzt auch auf dem Grund eben dieses Sees meine Kamera mitsamt Fotos, die jetzt hier fehlen … Der See beherbergt Flusskrebse, die in dem See nicht indigen sind, aber in allen Restaurants in der Umgebung für wenig Geld angeboten werden und super schmecken (- wohl aber für das Ökosystem eine ziemliche Katastrophe darstellen).

Beste Reisezeit

Trockenzeit: Juni bis August und Dezember bis März. Aber auch in der Regenzeit kann man Uganda gut bereisen, da es meist nur für einige Stunden am Tag regnet. Trotzdem sind Wanderungen während der Trockenzeit deutlich angenehmer. Als ich auf dem Mount Elgon war, war gerade Regenzeit und die Wege und die Aussicht nicht immer perfekt. Die Temperaturen schwanken je nach Region und Jahreszeit zwischen 20 und 35 °C.

Anreise

Flüge gibt es schon ab 400,- € zum einzigen internationalen Flughafen Ugandas in Entebbe am Viktoriasee. Ich bin von Berlin aus mit KLM für 440,- € geflogen.

Einreise

Ein Visum kostet 50 USD und kann problemlos online beantragt werden. Man muss allerdings eine Gelbfieberimpfung vorweisen.

Geld

Die Währung ist der ugandische Schilling. In jeder Stadt gibt es Geldautomaten, an denen man mit einer Visa-Karte abheben kann.

Unterkunft

Hostels sind ab ungefähr 10,- € p. P. zu haben, es geht aber auch günstiger.

Sicherheit

Ich fühlte mich während meiner ganzen Zeit in Uganda nie wirklich unsicher. Natürlich ist der Verkehr etwas chaotischer als in Deutschland. Wer sich auf den Rücksitz eines Motorradtaxis (genannt Boda Boda) begibt, ist sich wahrscheinlich auch darüber im Klaren. Auch die Straßen sind teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Sonst ist die Sicherheitslage in fast allen Regionen Ugandas sehr gut und auch für Alleinreisende kein Grund zur Sorge. Trotzdem sollte man natürlich auf die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes und die Meinungen von Locals achten.

Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Ich habe immer die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt. Man kann leicht mehrmals täglich für wenige Euro zwischen den Städten mit dem Bus fahren. Von Mbale in die Hauptstadt Kampala dauert es (je nach Verkehr) zwischen 4 und 6 Stunden.

Sprache

Uganda hat über 40 verschiedene Sprachen, aber man kommt mit Englisch super durch. Schon ab der Grundschule wird nur in Englisch unterrichtet, sodass eigentlich jeder die Sprache beherrscht.

  • Wanderschuhe
  • Moskitospray: Auch wenn es in fast allen Unterkünften Moskitonetze gibt, braucht man, besonders in der Abenddämmerung, Moskitospray.
  • Lange Hosen! Oft musste ich mir, wenn ich in kurzen Hosen unterwegs war, anhören, ich sei ein School Boy!
  • Kamera

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