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Teaserbild: Testbericht: Hoch hinaus mit dem Tourenrucksack Rupal von Vaude

Testbericht: Hoch hinaus mit dem Tourenrucksack Rupal von Vaude

Wenn tapire gemeinsam auf Tour gehen, dann gibt es immer viel zu erzählen, erst recht dann, wenn gleich drei tapire gemeinsam ein Rucksackmodell unter realistischen Bedingungen auf Herz und Nieren testen. So geschehen auch auf unserer diesjährigen Testtour: Sandra, Felix und Rando haben den Tourenrucksack Rupal von Vaude auf Klettersteigen durchs schöne Allgäu getragen und sich im Anschluss daran in kleiner Runde zusammengehockt. Sandra hat wohl dabei das kurze Stöckchen gezogen und basierend auf ihren Erfahrungen, ergänzt um die Erlebnisse der anderen tapire, einen Testbericht zum Rupal verfasst. Und um es vorwegzunehmen: Der Vaude-Tourenrucksack hat sich ziemlich gut bewährt, wenn auch die Erfahrungen im Hinblick auf den Tragekomfort unterschiedlich sind …

Der Rupal ist ein Tourenrucksack aus einem abriebfesten und wasserabweisenden Ripstop-Nylon. Im Boden sind die Nähte verklebt, was für Wasserdichtigkeit sorgt. Der Einkammerrucksack hat eine geräumige Deckelklappe mit einem innenliegenden Reißverschlussfach und einem Fach für die Helmhalterung. Der Deckel ist höhenverstellbar, um das Seil mittig über dem Packsack fixieren zu können. Diverse bergspezifische Details runden den Rucksack ab und werden nachfolgend genau unter die Lupe genommen.

Anfang Juni im schönen Allgäu … 3 Tage Testtour mit 3 unterschiedlichen Aufgaben für den Vaude Rupal. Einmal musste er natürlich all mein Zeug zum Ort des Geschehens transportieren (Szenario A). Dann durfte er einen Tag als Kletterrucksack im Klettergarten fungieren (Szenario B) und am letzten Tag sein Talent als Klettersteigrucksack unter alpinen Bedingungen unter Beweis stellen (Szenario C). Das Wetter zeigte sich von seiner netten Seite und hat unterwegs von einer Dauerdusche abgesehen.

Die aufgeräumte und funktionale Optik des Rupal 30+ mit dem sehr abriebfest wirkenden Material und den sichtbaren technische Details hat mich sehr angesprochen. Beim ersten Packen und Aufsetzen war direkt klar, dass Tragesystemlänge und meine persönliche Rückenlänge nicht zu 100 Prozent harmonieren. Mir ist der Rucksack ein Stück zu lang – dafür kann er aber nix. Anders als für die zu kurzen Hüftflossen, die auch meinen Kolleginnen, die Kleidergröße 36 tragen, einfach zu kurz sind. Mir war also von  vornherein klar, dass der Tragekomfort nicht objektiv von mir eingeschätzt werden kann, da der Alpinrucksack mir einfach nicht so recht passt.

Szenario A
Mein Ehrgeiz war, alles, was ich für die Tour brauche, im Rucksack unterzubringen: Klettergurt und Schuhe, Klettersteigset, ein kurzes Seil, Schlingen und Karabiner, Isomatte, Schlafsack, Wechselsachen, Regensachen, Biwaksack, Erste-Hilfe-Set und Helm. Das alles hat mit Ach und Krach gepasst, aber für die Marschverpflegung war dann definitiv kein Platz mehr! Macht nix, denn bei der Tour-Überschrift „Glamping“ darf ruhig noch ein weiteres Gepäckstück an Bord sein. Und 30 Liter sind halt auch nur 30 Liter …

Szenario B
Bei der Reduktion auf die Kletterutensilien war plötzlich die Hälfte des Rucksacks leer – und das mit eingepacktem Essen samt Topf und Kocher für den gemütlichen Nachmittagskaffee am Fels! Alles rein in den Einkammerrucksack und das Seil galant mit dem zweiteiligen Lastkontrollriemen über den Packsack geschnallt! Damit saß es mittig und hat gut gehalten. Durch die nicht ganz passende Rückenlänge und die für meine Hüfte zu kurzen Hüftflossen habe ich die Last auf meinen Schultern getragen, was für 15 Minuten Zustieg aber natürlich absolut vertretbar ist. Die schmale Bauweise hat für optimale Bewegungsfreiheit der Arme gesorgt.

Szenario C
Tag drei war dann die Bewährungsprobe als Alpinrucksack im Klettersteig und zwar in einem Sportklettersteig der Kategorie C/D. Hier lag das Augenmerk den bergspezifischen Details.

Die Helmhalterung empfinde ich als sehr gelungen. Wenn der Rucksack nur halb voll ist, sieht es zwar etwas traurig aus, funktioniert aber trotzdem super. Endlich hat der Helm einen Platz und baumelt nicht irgendwo an der Seite herum. Die seitlichen Kompressionsriemen sind mit Steckschließen ausgestattet (sehr löblich!) und mit einem extra Sicherheitsclip, der das Nachrutschen des Gurtbandes zuverlässig stoppen soll. „Tolle Idee“, dachte ich, „das funktioniert tatsächlich“ … ABER: Als ich schnell an mein Kurzseil kommen musste und nur eine Hand dafür zur Verfügung hatte, war das hinderlich.

Das schmale Profil des Hüftgurtes war in Kombination mit dem Klettergurt unproblematisch und die schmale Passform des Packsacks wieder perfekt für die Bewegungsfreiheit. Ich habe den Rucksack quasi nicht bemerkt und besseres kann man ja nicht erfahren, wenn man samt Gepäck in senkrechten Wänden herumturnt. Die innenliegenden Fächer für Lawinensonde und Schaufel finde ich sehr gelungen und auch die Ski- und Eisgerätehalterungen sehen praktikabel aus, ohne dass ich diese getestet hätte. Einziges Manko ist aus meiner Sicht die Trinksystemvorbereitung. Hier muss der Schlauch innen über eine Kante des Rucksackrahmens gelegt werden, was dem Schlauch auf Dauer sicher nicht nur Gutes tut und auf dem Schultergurt fehlt dann leider die Befestigung für den Schlauch. Dieser baumelte dann immer zwischen meiner Schulter und dem Rucksack und einmal musste ich tatsächlich jemanden fragen, ob er irgendwo das Mundstück sieht und mir bitte geben kann … Das ist für mich am Thema leider vorbei.

+ schlicht, übersichtlich, robust, schmaler Packsack
+ geräumige Deckelklappe mit Abdruck der Notsignale und Fächer für Lawinensonde etc. innen
+ Helmhalterung und Seilfixierung
+ Ski-, Eisgeräte- und Stockhalterung
+/- zu kurze Hüftflossen beim Rupal 30+
+/- Feststellclip der Steckschließe an den Lastkontrollriemen
– Trinksystemvorbereitung

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