Bach Wizard 27 Liter: Mein Lieblingsteil

Der tapir ist in Teststimmung. Erfahrungen über die neusten Produkte werden ausgetauscht, Testergebnisse abgeglichen und geschaut, was es denn so in den Laden schaffen könnte. Bei so vielen aufregenden neuen Produkttests und technischen Details geht einem aber manchmal auch der Sinn für’s Einfache und Unaufregende verloren. So zum Beispiel für die Lieblingsteile, die einen Tag für Tag das ganze Jahr über begleiten. Die simplen Freuden des Lebens wie zum Beispiel den Bach Wizard.

Ich möchte hier also ein paar Worte lassen über jenen Rucksack, der mir nun schon seit über 5 Jahren lang treue, nein, allertreueste Dienste leistet. Der Wizard ist ein hervorragender Rucksack, der mich nicht ein einziges Mal hat sitzen lassen – egal, ob mit auf großer Canada-Reise (ja, ich bestehe auf das C, liebste Korrektorin! ["Na gut!", Anm. d. Red.]), auf spontaner Italientour oder im täglichen Gebrauch.

Dabei gibt es gar nicht so viel über ihn zu erzählen.

 

ZEUG IM RUCKSACK – WAS PASST’N DA SO REIN?

Ursprünglich ist er als Fahrrad-Rucksack konzipiert, aber ich habe ihn nie explizit als solchen benutzt. Der Wizard ist denkbar einfach aufgebaut: ein großes Innenfach, das auch problemlos einen 15”-Laptop fasst, und darin noch eine oben eingenähte, kleine Tasche für Kleinkram. Letztere wurde bei dem neueren Modell zu einer etwas größeren Tasche umfunktioniert, in die man nun beispielsweise auch problemlos ein Trinksystem stecken kann. Großartig finde ich die vorn zusätzlich angebrachte Tasche, die perfekt für kleinformatige Notitzbücher (Moleskine, Compagnion, Leuchthaus) geeignet ist und auf das man sofortigen Zugriff hat. Mir gefällt hierbei besonders, dass es genau eine dieser von außen zugänglichen Taschen gibt – denn so weiß ich genau, wo ich suchen muss und krame nicht erst in anderen Teilen des Rucksacks herrum. Mit 27 Litern Fassungsvermögen reicht der Wizard auch für einen großen Einkauf (Wocheneinkauf für eine Person inkl. mehrerer Liter Milch).


Besonderes Lob bekommt Bach von mir für die Helmhalterung, in die ich aber noch nie einen Helm gesteckt habe – dafür aber Cornflakes-Packungen. Diese Halterung ist an drei Punkten frei einstellbar und es lässt sich hier notfalls auch eine große Jacke einklemmen, ein beschriebener Packkarton für die nächste Demo oder Zündholz für das nächtliche Lagerfeuer. Eine wirklich super Sache, dieses Fach, gerade im Alltag.

 

TRAGESYSTEM… SPIELT DAS BEI EINEM TAGESRUCKSACK ÜBERHAUPT EINE ROLLE?

Neben dem besagten Helmfach gibt es einen zweiten Grund für meine Wizard-Begeisterung: das Tragesystem. Bachtypisch gibt es mehr Schaumstoff und weniger Air-Flex-du-schwitzt-bei-mir-nicht-aber-dann-doch-System. Zuegegeben, es kann schon mal etwas warm werden am Rücken, doch das ist bei anderen 27-Liter-Rucksäcken, die bis zum Anschlag gepackt werden, nicht anders. Es ist eben auch dieses Tragesystem, das es einem ermöglicht, den Wizard mit wirklich schweren Dingen zu beladen und voll auszureizen. Gerade dann zeigt sich die hohe Qualität und Formstabilität des Tragesystems: Da wackelt und drückt nix!

In den Tragekomfort spielt außerdem der Hüftgurt mit rein, den ich besonders schätze: Er ist weniger stark ausgeprägt als beispielsweise bei vielen Deuter-Tagesrucksäcken (wäre mir zu sperrig) und zugleich gibt es einen leichten Flossenansatz und ein breites Band, sodass der Hüftgurt bei viel Gewicht auch tatsächlich unterstüzend eingreifen kann und nicht bloß schmuckes Beiwerk ist.


UND SONST SO?

Der Wizard hat auch sonst alles, das ich mir für einem Tagesrucksack wünsche. Eine kleine, dezente Öffnung für den Trinkschlauch und Schlauchhalterung am Brustgurt für kleine Touren, zwei Netztaschen für Trinkflasche und Kleinkram sowie ein zuverlässiges Raincover. Letzteres ist am Rucksack mit einem Klettverschluss fixiert und verfügt über einen eingezogenen, straffen Gummizug, der perfekt sitzt und Flattern im Wind verhindert. Es ist zudem schnell einsatzbereit, da man schnell an das dazugehörige Fach an der Unterseite des Rucksacks kommt. Ich persönlich brauche nicht mehr, und möchte zugleich keine der aufgelisteten Dinge missen.

 

HAND AUF’S HERZ: GIBT ES KEINE GEBRAUCHSSPUREN NACH 5 JAHREN NUTZUNG?

Doch, natürlich gibt es die. Die PU-Beschichtung im Inneren des Rucksacks löst sich langsam ab, wie sie es bei den allermeisten Rucksäcken nach einer längeren Nutzungszeit tut. Und hier und da ist vielleicht eine Naht nicht mehr ganz das, was sie einmal war. Aber alles funktioniert – und zwar nicht irgendwie, sondern extrem gut. Es ist ein gutes Gefühl, sich auf seinen täglichen Begleiter verlassen zu können.

An dieser Stelle möchte ich eine kleine Bach-Anekdote zum Besten geben (ja, ja…).
Eines schönen Tages brach ich mir durch etwas ungeschicktes Hantieren die Trinkschlauchhalterung am Brustgurt ab, gerade zu einer Zeit, als ich diese sehr häufig nutzte. Eine kurze E-Mail zu Bach (wohlgemerkt: damals noch als Nicht-tapir) und schon am Tag danach gab es eine extrem liebe Antwort einer Mitarbeiterin aus Irland. Wenig später fand ich einen Briefumschlag mit dem beiglegten Ersatzteil und lieben Grüßen in meinem Briefkasten, damals unentgeltlich nach Canada versendet. Ich habe mich sehr gefreut! Das ist der Vorteil kleiner Firmen, bei denen man auch ganz ungezungen und persönlich Kontakt aufnehmen kann. Sehr symphatisch!

 

SUMMA SUMMARUM…

…ist der Wizard ein wunderbarer Begleiter für das Alltägliche, Tagestouren und kleinere Reisen.

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