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Teaserbild: Nachhaltig produzierte Produkte „made in Germany“ – natürlich von Ortlieb!

Nachhaltig produzierte Produkte "made in Germany" - natürlich von Ortlieb!

Ortlieb kennt jeder Outdoor-Fan und wer ein Ortlieb-Produkt besitzt – ein Paar Radtaschen, einen Rucksack oder Rollkoffer -, liebt es in der Regel abgöttisch. Qualität, auf die man sich in jeder Situation verlassen kann: Das ist der wohl wichtigste Grund für die Beliebtheit des wasserdichten Equipments aus Heilsbronn. Mit einem weiteren Grund geht Ortlieb nun ganz offensiv nach außen: Nachhaltigkeit. Schauen wir uns die Strategien und Konzepte mal an!

Nachhaltigkeit setzt an verschiedenen Punkten an: Material, Verarbeitung und Ressourcen, Logistik, Lebensdauer des Produkts und Reparaturfähigkeit, Entsorgung. Nur wenn von Anfang bis Ende, sprich: von der Geburt bis zur „Beerdigung“ eines Artikels, Hebel zur Optimierung eingesetzt werden, lässt sich der ökologische Fußabdruck eines Produkts möglichst gering halten. Ortlieb als Hersteller wasserdichter und hochfunktionaler Ausrüstung hat im Jahr 2016 eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen, die dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex folgt und dort auch offengelegt ist (www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de)

 

Materialien: Herstellung und Entsorgung

Wir im tapir haben öfter Kundenanfragen zu den von Ortlieb verbauten PVC-Materialien (PS490, PF45, PD350, PD620, PS620C, PD620L, PD900). Grund der Besorgnis sind vor allem die enthaltenen Weichmacher (Phthalate), die den Kunststoff erst flexibel machen und nachgewiesenerweise Gesundheitsschäden auslösen können. Grob vereinfacht. Denn mal abgesehen, dass es auch bei Ortlieb eine Vielzahl PVC-freier Produkte gibt (z. B. die Urban-Serie, die Black’n-White-Modelle, oder die „Plus“-Radtaschen, um nur drei der bekannteren Vertreter zu nennen), verwendet der Hersteller ausschließlich die in Deutschland hergestellten Weichmacher DINP und DIDP. Diese besitzen keine kanzerogenen, fortpflanzungsgefährdenden und teratogenen (entwicklungsschädigenden) Eigenschaften. Die EU-Risikobewertung (2003) bescheinigt diesen Stoffen weiterhin keine Umweltrisiken und grundsätzlich sind alle Materialien und chemischen Substanzen nach der Europäischen Chemikalienverordnung REACH zugelassen.


Im nächsten Jahr wird Ortlieb außerdem eine weitere PVC-freie „Free“-Kollektion der bekannten Radtaschenmodelle präsentieren – für alle, die die Robustheit und Pflegeleichtigkeit der „LKW-Plane“ schätzen, aber auf Nummer sicher gehen möchten.
Nichtsdestotrotz lässt sich die Umweltbelastung durch PVC nicht komplett vom Tisch weisen: Die Entsorgung ist eine ökologische Schwachstelle. Hier setzt Ortlieb mit einer eigentlich bewährten Strategie an, die bei hochwertigen Produkten selbstverständlich sein sollte und auch bei uns im tapir oberste Devise ist. Die Rede ist von Langlebigkeit. Wenn ein Produkt lange hält und außerdem gut repariert werden kann, spart das über die Gesamtlebensdauer eines Produktes gesehen auch massiv Ressourcen. Mehr dazu weiter unten im Abschnitt „Reparatur“. Ortlieb bietet für Kund*innen außerdem einen Rücknahmeservice an, sodass zumindest die fachgerechte Entsorgung sichergestellt werden kann.
Ortlieb plant, in weniger als 10 Jahren das gesamte Sortiment auf Produkte umzustellen, die zu 100 % recyclingfähig oder biologisch abbaubar sind. Respekt, wenn das gelingt – die Grundsteine sind gelegt!

 

Ressourcen, Logistik und Energieeffizienz

Die Materialien für Produkte sind nicht der einzige Faktor, der in Sachen Ökobilanz den Unterschied zwischen Erfolg und Desaster ausmacht. Auch der Energieeinsatz am Fertigungsort spielt eine große Rolle. Seit 2017 wird der Ortlieb-Firmensitz in Heilsbronn komplett mit Strom aus Solar- und Wasserkraft versorgt (1/3 des Energieverbrauchs mit der eigenen Photovoltaikanlage gedeckt). Die Emissionen aus dem Gasverbrauch werden zu 100 % kompensiert und auch der Wasserverbrauch konnte massiv reduziert werden. Auch wenn kritische Stimmen die Aspekte Emissionshandel oder Energiebilanz von Photovoltaik (zu Recht) einbringen mögen, finden wir: Die Schritte, die Ortlieb bisher unternommen hat, sind schon mal sehr lobenswert und gehen über Greenwashing weit hinaus – vor allem, wenn man sich die weiterend Selbstverpflichtungen und die zukünftigen Vorhaben anschaut: Ortlieb fertigt nicht nur selbst in Heilsbronn – und das seit 1982! -, sondern bezieht auch einen überwiegenden Teil der Materialien aus der näheren Umgebung (70 % aus Deutschland, 40 % aus dem gleichen Postleitzahlengebiet). 85 % der Zulieferer haben einen Kodex zur Emissionsreduzierung unterschrieben. Kurze Wege und vertrauensvolle, über Jahre aufgebaute Beziehungen zu den Partnerfirmen sind das Ergebnis, das letztlich nicht nur dem Handel und den Endkund*innen, sondern vor allem auch der Umwelt zugute kommt. Transparenz in Sachen CO2-Ausstoß zeigt Ortlieb auf der Homepage (http://tinyurl.com/ortlieb-klima) – und strebt an, bis 2021 in allen Aspekten der Klimabelastung CO2-neutral zu werden (Scope 1: direkte Emissionen bei der Produktion, Scope 2: indirekte Emissionen durch Energiebezug von außen, Scope 3: Emissionen durch Dienstleistungen – Zulieferer und Transport). Nicht zuletzt wird auch bei der Ortlieb-Belegschaft das Thema Klimaschutz groß geschrieben: Wenn der Arbeitsweg oder Dienstreisen mit dem Rad oder ÖPNV absolviert werden, honoriert das der Arbeitgeber mit Zuschüssen, Leihrädern und einer kostenlosen Fahrradwerkstatt.

 

Verarbeitung und Reparatur

Wer ein Ortlieb-Produkt besitzt und liebt (wie Ex-tapir Andrea), weiß: Es hält. Auch der Hersteller ist davon überzeugt und gibt 5 Jahre Garantie auf Material und Verarbeitung. Natürlich ist auch die Reparaturfähigkeit wichtig, um die Klimabilanz eines Produkts zu verbessern. Defekte Teile können entweder selbst ausgetauscht oder durch die Fachleute in Heilsbronn repariert werden. Toll: Ortlieb garantiert 10 Jahre Ersatzteilverfügbarkeit nach Auslauf eines Artikels!
Emsig wird bei Ortlieb auch die Fertigung optimiert: Schon beim Design ist ein möglichst geringer Materialabfall ein Hauptkriterium, worauf schließlich auch die Zuschnitte und alle weiteren Prozesse angepasst werden.

Made in Germany – bewährt auf Reisen in der ganzen Welt

Wer sich für Ortlieb entscheidet, entscheidet sich für einen Hersteller, der hochwertige, wirklich funktionale Produkte anbietet und Klimaschutz auf allen Ebenen ernst nimmt. Bereits seit 1993, als das Thema für die Industrie noch keine besonders große Rolle spielte, hat Ortlieb begonnen, ökologische Schwachstellen zu identifizieren und Strategien dagegen zu entwickeln. Seit 2013 werden diese Bemühungen systematisch vorangebracht und schon bis 2015 konnten die Heilsbronner ihre Klimabelastung um 20 % senken. Bis 2021 möchte Ortlieb klimaneutral produzieren und bis 2025 ausschließlich recyclingfähige oder biologisch abbaubare Produkte anbieten. Wir sagen: Weiter so!

 

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