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Mit dem Düdo ins bulgarische Rilagebirge

Anfang Juli 2017 starteten wir zu unserer (vorerst) einjährigen Reise durch Ost- und Südeuropa. Unterwegs sind wir – zwei Menschen mit unseren vier Hunden – in einer selbst ausgebauten, 44 Jahre alten Mercedes-Oldtimer-Feuerwehr. Unsere Reise führte uns bisher durch die baltischen Staaten, Polen, die Ukraine, Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Im bulgarischen Rilagebirge fuhren wir bis auf 1500 Meter, übernachteten dort mehrere Tage und erlebten eine beeindruckende Bergtour zu den Sieben Seen des Rila bis auf über 2500 Meter Höhe.

Die Berge des Gebirges boten uns einen besonderen Gegensatz zu vielen ebenso wunderschönen Stränden am Schwarzen Meer. Man hat die einzigartige Möglichkeit, durch das höchste Gebirge auf der Balkanhalbinsel zu wandern, dessen allerhöchster Gipfel, der Musala, genau 2925 Meter in den Himmel ragt.
Besucher dieser Region finden gut ausgeschilderte Wanderwege, hilfreiches Kartenmaterial und Unterkünfte verschiedener Klassen. Wir ziehen es allerdings vor, autark in unserem Fahrzeug zu übernachten, was bei nächtlichen Minusgraden und viel Regen im Rila eine große Herausforderung war.

Bulgarien ist facettenreich
Bulgarien ist definitiv eine Reise wert und es lohnt sich, durch das Land zu reisen und es an verschiedenen Orten kennenzulernen, denn es hat viel Gegensätzliches zu bieten. Über ein gut ausgebautes Straßennetz kann man innerhalb kürzester Zeit von den einladenden Kleinstädten an den Stränden des Schwarzen Meeres durch die Weinbauregionen ins Gebirge fahren und am Ende noch die Hauptstadt Sofia besuchen, in der etwa 15 Prozent der bulgarischen Bevölkerung leben.

Das Rilagebirge
Besucht man die Sieben Seen des Rilagebirges, fährt man zunächst bis zur „Basisstation“ in Panichishte. Der kleine Ort beginnt bei etwa 1.350 Metern über Null und bietet gleich am Ortseingang eine kleine Touristeninformation, in der man auch Kartenmaterial erwerben kann.
Übernachten kann man in erstklassigen Hotels, in den sogenannten Berghütten oder auch im eigenen Fahrzeug auf dem Campingplatz bzw. kostenpflichtigen Parkplatz.
Als Reisender sollte man nicht darüber verwundert sein, dass die Bulgaren mit dem Kopf schütteln, wenn sie ja sagen wollen und nicken, wenn sie verneinen.

Welche Routen zu den Gipfeln gibt es?
Am Ende des Ortes Panichishte existiert seit 2009 ein Sessellift, der aus dem Ort heraus bequem zu Fuß erreichbar ist. Fünf Euro kostet die zwanzigminütige Fahrt zur Bergstation. Diese liegt auf etwa 2000 Meter Höhe und von dort windet sich ein Rundweg zu allen sieben Seen, die vom höchstgelegenen See alle auf einen Blick betrachtet werden können. Diese Tour mit Lifttransport zur Bergstation hat eine Länge von 15 Kilometern.
Es ist ebenso möglich, von Panichishte direkt loszulaufen, ohne den Lift zu nutzen. Für die insgesamt 22 Kilometer Strecke und knapp 1000 Meter Höhenunterschied sollte man einen ganzen Wandertag einplanen. Kletterausrüstung ist nicht notwendig.
Das Mitführen von Hunden an der Leine ist im Naturschutzgebiet des Gebirges erlaubt. Weiterhin ist sicher erwähnenswert, dass die Gipfel des Rila in neun von zwölf Monaten mit Schnee bedeckt sind. Lediglich in den Sommermonaten Juni, Juli und August hat man die Chance auf unbedeckte Felsformationen.

Was sollte man nicht verpassen?
Weiterhin erwähnenswert ist die heiße Quelle von Sapareva Banya am Fuße des Gebirges. Der etwas größere Ort bietet auch einige Einkaufsmöglichkeiten, die weiter oben nicht mehr vorhanden sind.
Wer an skurrilen Veranstaltungen interessiert ist, sollte es nicht verpassen, das jährlich am 19. August stattfindende Treffen der Universellen Weißen Bruderschaft an den Sieben Seen mitzuerleben. Tausende weißgewandete Anhänger dieser religiösen Gemeinschaft führen dann bei Sonnenaufgang an einem der Seen ihre rituellen Tänze durch.

Beste Reisezeit:
In der Vor- oder Nachsaison, also April/Mai oder September/Oktober ist es zwar noch etwas kühl auf den Bergen, aber wesentlich ruhiger und entspannter, da noch weniger Touristen unterwegs sind.

An- und Abreise:
Mit dem Flugzeug bis Sofia und dann per Bus oder Mietwagen. Anfahrt über Panichishte. Von Sofias Stadtkern sind es etwa 85 Autokilometer bis Panichishte.

Geld:
In Bulgarien zahlt man noch mit der Landeswährung Lewa. Ein Lewa sind etwa 50 Euro-Cent. Zudem kann man fast überall mit Kreditkarte oder EC-Karte bezahlen. Bankautomaten bietet jeder größere Ort.

Sprache:
Wer Bulgarisch sprechen kann, ist sicher ein gern gesehener Gast. Doch auch mit Englisch und Deutsch kommt man in den Touristenregionen sehr weit. In Bulgarien können die Kinder an den Schulen Deutsch lernen.

blog-bulgarien
Ein Blog, der gute Zusammenfassungen und wichtige Informationen liefert.

komoot
Ein sehr nützliches Portal um Routen zu planen für Wanderungen, Berg- oder Radtouren.

bulgariatravel
Das offizielle Tourismusinformationsportal Bulgariens bietet viele Informationen in verschiedenen Sprachen.

unterwegs-mit-olga
Unser eigener Blog, auf dem neben dem Rila-Bericht auch viele andere Reiseberichte und Fotos zu sehen sind.

  • Es empfiehlt sich, Wasser und einen kleinen Energie-Snack mitzunehmen.
  • Außerdem Geld für den Lift und die Verpflegung in den Berghütten.
  • Auch Kleidung in mehreren Schichten, die man bei Bedarf wechselt, empfiehlt sich.
  • Sollte auf den Bergen Schnee liegen und die Sonne scheinen, ist dringend zu Sonnenbrille (auch im Winter) und Sonnencreme zu raten.
  • Bei den Wanderschuhen setzen wir auf die Exemplare „Vakuum Men Ultra“ von Meindl (robust und fest) und „Wilderer“ von GEA Waldviertler (besonders leicht).

„Rila“ Topographische Touristenwanderkarte im Maßstab 1 : 50 000, Domino-Verlag, Bulgarien, 2010.

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