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Teaserbild: Schick, sportlich, funktional – Das Keb Eco-Shell Jacket Women von Fjällräven

Schick, sportlich, funktional – Das Keb Eco-Shell Jacket Women von Fjällräven

Fast ein Jahr war ich um das Keb Eco-Shell Jacket von Fjällräven herumgeschlichen. Ständig anprobiert, total überzeugt von Schnitt und Passform, dann aber doch nicht gekauft. Bei mir muss nämlich immer alles passen und jeder kleinste Zweifel wird sorgfältig überdacht. Nun habe ich sie doch, und zwar seit ziemlich genau sechs Monaten. Ich kann das Fazit gleich vorwegnehmen: tipptopp.

Die Kaufentscheidung

Warum ich so lange gezögert habe? Es gab hierfür drei Gründe. Erstens war da der Preis: Knapp 500 € gibt man nicht häufig für eine Regenjacke aus. Zweitens hatte ich leichte Bedenken bezüglich des Materials. Das Keb Eco-Shell ist extrem weich und angenehm zu tragen und da drängte sich natürlich die Frage auf, ob sich das negativ auf die Robustheit und die Langlebigkeit auswirken könnte. Und drittens irritierten mich die Unterarmbelüftungen, die dort angebracht sind, wo man eher Taschen vermuten würde. Aber da ich so eine elegante Regenjacke noch nie zuvor gesehen hatte, musste sie es schlussendlich sein – und die tapire haben mich in meiner Entscheidung gepusht und unterstützt, danke!


Nach dem Kauf – Test über sechs Monate

Nicht einmal habe ich meine Entscheidung bereut. Den ersten Härtetest bildeten tropische Gefilde: Hitze, sehr hohe Luftfeuchtigkeit, teils schwerer Rucksack, ständiges Knüllen und Knautschen der Jacke im Rucksack. Nichts passiert, die Jacke war nach den sieben Wochen noch immer wie neu. Im tropischen Regen war ich vollends begeistert. Dass es im Inneren der Jacke luftig und leicht zugeht bei Regen und über 30 °C, war ja nicht zu erwarten, aber der Hitzestau fiel dennoch deutlich geringer aus als erwartet.

Dann kam der europäische Herbst und der Winter und die Schichten unter der Jacke wurden immer dicker – wie gut, dass die Jacke gehörig stretchig ist. Außerdem haben sich beim Zwiebelprinzip die Unterarmbelüftungen, die weiter vorn als üblich angebracht sind, echt bewährt, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen erfolgt das Öffnen und Schließen mit nur einem simplen Handgriff, ohne dabei die Arme heben oder sich verrenken zu müssen. Das ist ideal für Leute, die nicht freihändig Fahrrad fahren können. Auch mit Handschuhen lassen sich die Reißverschlüsse sehr gut bedienen. Zum anderen kompensieren die Belüftungsöffnungen die nicht vorhandenen klassischen Einschubtaschen: Sie liegen nämlich genau dort, wo auch die Einschubtaschen der darunterliegenden Schicht (Fleecejacke) sind. Das heißt, ich komme über die Belüftungsöffnungen an die Taschen meiner Fleecejacke. Damit kann ich Schlüssel und Handy trotzdem immer griffbereit haben. Das Material der Regenjacke wird so nicht unnötig belastet (z. B. durch Schlüsselkanten) und, so fällt mir gerade ein, kälteempfindliche Akkus sind so besser eingepackt.

Im fast täglichen Einsatz wurde und wird die Jacke ganz schön belastet, da ich eigentlich fast immer mit Rucksack unterwegs bin oder eine mal schnell 10 Kilogramm wiegende Fahrradtasche über die Schulter werfe. Ich suche und suche, finde aber bisher keine Abnutzungsspuren an den belasteten Stellen.

Und: Auch nach sechs Monaten werde ich noch gefragt „Hast du eine neue Jacke?“

Schnitt und Ausstattung

Für eine Regenjacke ist das Keb Eco-Shell Jacket echt figurbetont und sieht in keiner Weise nach einer Regenkutte aus. Der Schnitt ist etwas länger, was ideal zum Radfahren und bei zugigem Schmuddelwetter ist. Auch die Ärmel sind schön lang. Die Ärmelbündchen sind sehr weit geschnitten, sodass auch problemlos die Bündchen dicker Winterfäustlinge darunter Platz finden. Der Kragen ist grandios hochgezogen, sodass bei richtiger Kapuzeneinstellung so gar nichts mehr pfeifen kann. Und selbst dann ist der Schulterblick beim Radfahren noch möglich, herrlich! Die Kapuze funktioniert also einwandfrei und das verstärkte Schild tut sein Übriges.

Die Jacke verfügt über zwei Brusttaschen, die ich aber bisher noch nie genutzt habe, da ich lieber die Variante über die Belüftungen nutze. Brusttaschen bei Frauenjacken sind Geschmackssache. Zudem gibt es Kopfhörer-Ausgänge, sodass MP3-Payer oder Handy nicht in der vorhandenen Innentasche, sondern in einer von außen zugänglichen Tasche verstaut werden können. Zusätzlich gibt es noch eine kleine Tasche auf dem linken Oberarm und eine Innentasche.


Material und Umweltverträglichkeit

Nachhaltigkeit pur! Die Jacke ist komplett recycelbar, da sie, anders als viele andere wasserdichte Jacken, vollständig aus Polyester besteht. Anteile dieses Polyesters haben sogar schon ihr erstes Leben hinter sich gelassen und erleben nun ihren zweiten Frühling. Zudem hat Fjällräven, auch anders als einige andere Hersteller regendichter Kleidung, vollständig auf den Einsatz von Flourcarbonen verzichtet. Flourcarbone sind stabile Verbindungen, die beim Tragen oder Waschen der Textilien in die Umwelt gelangen können und stark in der Kritik stehen, da sie umwelt- und gesundheitsschädigend sein können. Dennoch ist das Keb Eco-Shell Jacket von Fjäll Räven absolut dicht und wunderbar atmungsaktiv.

Fazit

Lasst uns im Regen tanzen!

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