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Den tapiren in die Rucksäcke geschaut: Packlisten für’s Sport- und Alpinklettern

Na, war der Rucksack mal wieder zu schwer? Wieder einmal zu viel eingepackt und an den Fels getragen? Und wieso hat der Nachbar neben dir nur einen Tourenrucksack auf dem Rücken, während dein Rucksack schon fast aus allen Nähten platzt? Wir beginnen heute eine neue Reihe hier bei uns im Blog und schauen dabei den tapiren in die Ruck- oder Packsäcke. Und fragen einfach mal nach, was sie unterwegs auf Tour mit sich führen, was ihre Must-haves sind oder was eigentlich nur aus Komfortgründen dabei ist. Am Ende gibt es, quasi als Empfehlung, eine Packliste von uns für euch, ohne Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen. Los geht’s mit Checklisten zum Klettern:

Auch bei leichten Klettertouren in gut abgesicherten Routen muss das Equipment stimmen. Je nach Klettergebiet kann es sein, dass es zusätzliche Sachen noch braucht. Perfektes Beispiel hierfür ist das Klettern in der Sächsischen Schweiz, wobei in dem Zusammenhang auch gern immer die Frage diskutiert wird: Ist es noch Sportklettern? Oder doch eher alpines Klettern, weil die Routen oftmals in den unteren Schwierigkeitsgraden selbst abgesichert werden müssen.

In den meisten gepflegten Sportklettergebieten gibt es heute ordentliche Umlenkungen (Sauschwänze und Ketten mit Ringen) oder Fixschlingen (Sichtkontrolle, dann belasten oder selber neu bauen). Trotzdem sollte man immer auch zusätzlich eine Schlinge und einen Karabiner zum Standplatzbau am Gurt mitführen. Doch was gehört noch alles dazu? Hier ist unsere Packliste zum Sportklettern für euch:

Kletterequipment

Bekleidung

Notfall

  • Sonnenschutz (Creme, Hut/Buff, Brille)
  • etwas zu futtern
  • Trinkflasche / Trinkblase (1-3 Liter je nach Bedarf)
  • Bargeld, EC-Karte, AV-Ausweis, Gesundheitskarte

Moritz: „Wieso stehen immer Schuhe auf den Kletterausrüstungslisten? Schlappen tun es doch auch!? Gleiches gilt für die Rucksackgröße – mit einem 30- oder 40-Liter-Rucksack komme ich beim Klettern überhaupt nicht hin. Ich bin mit einem großen Trekkingrucksack (60 Liter) am Fels, unter dem geht gar nichts! Allein schon für warme Sachen (Anmerkung der Redaktion: Moritz schwört auf seine Daunenhose beim Sichern) und leckeres Esen braucht es den Platz. Dazu noch Kocher, Wasser, Espressomaker (und ein gutes Buch) für die Pausen zwischendurch. Zwei oder drei Paar Kletterschuhe (je nach Tagesziel) gehören neben dem anderen Kletter-Sicherungszeug auch mit in den Rucksack. Und ich sage dir: Klappspaten nicht vergessen! Dagegen stellt sich mir die Frage: Wer braucht ein 70m Seil beim Klettern? Damit kann ich die Felsen in Franken doch dreimal umwickeln!“

Micha: „Ich versuche immer, minimalistisch unterwegs zu sein. Je nach Klettergebiet und damit Zustiegslänge trage ich meine Ausrüstung in einem 45-Liter-Rucksack von Exped oder in einem 60-Liter-Duffel von Patagonia durch die Gegend. Mein Seil ist 70 m lang. Wie Moritz bin ich auch draußen ein Genußmensch; Kocher und Espressomaker (Edelstahl) sowie der ziemlich leckere Seeberger Trail Mix (ohne den geht bei mir gar nichts) müssen immer mit. Und Zustiegsschuhe brauche ich ebensowenig – FlipFlops tun es auch.“

Alex: (grinst bei der Frage) „Eine Sicherungsmaschine. Ernsthaft: Wenn ich in Familie, also auch mit den Kids unterwegs bin, braucht es schon 45 Liter Packvolumen. Essen, Getränke, Picknickdeck und für’s relaxte Abhängen eine Hängematte. Mückenschutz und Zeckenzange dürfen bei uns nicht fehlen. Ja, das war es eigentlich schon an den Sachen außerhalb des Kletterkrams, was ich durch die Gegend trage …“

Beim Packen für eine alpine Klettertour sollte genau geprüft werden, welche Ausrüstungsgegenstände in den Rucksack müssen und was im Einzelfall zu Hause, im Camp oder in der Hütte bleiben kann. Gerade bei Mehrseillängenrouten ohne einen Notausstieg kann es unangenehme Folgen haben, wenn man etwas vergessen hat. Vom routenabhängigen Kletterequipment einmal abgesehen hängt es sehr von Jahrszeit und Wetterlage ab, was zusätzlich noch alles Platz im Rucksack finden muss. Wie immer gilt: So wenig wie möglich, so viel wie nötig! Hier ist unsere Packliste für’s Felsklettern beziehungsweise alpine Klettern für euch:

Kletterequipment

Bekleidung

Notfall

  • Sonnenschutz (Creme, Hut/Buff, Brille)
  • etwas zu futtern
  • Trinkflasche / Trinkblase (1-3 Liter je nach Bedarf)
  • Bargeld, EC-Karte, AV-Ausweis, Gesundheitskarte

Bei Hochtouren

(dazu an anderer Stelle später mehr)

Soweit zur Theorie. befragt man jedoch die tapire, dann finden auch schon noch andere Sachen ihren angestammten Platz im Rucksack.

Carsten: „Ich muss das ja alles bis an den Berg herantragen, deshalb schaue ich darauf, dass ich gewichtsoptimiert, aber sicher unterwegs bin. Mein Tourenrucksack hat 33 Liter – vollkommen ausreichend, wenn ich auf Tagestour bei nicht allzu kalten Bedingungen unterwegs bin. Ansonsten maximal ein Rucksack mit 40 Liter Packvolumen. Der Hüftgurt darf nicht behindern, das heißt, er muss entweder ausbaubar oder wegsteckbar sein. Blasenpflaster ist bei mir ein absolutes Must-have, genauso wie ich nicht auf eine Stirnlampe verzichten mag (man weiß ja nie, ob man im Notfall nicht doch in die Dunkelheit kommt). Der Höhenmesser ist in meine Uhr integriert, manchmal habe ich ein GPS, oft aber auch einfach nur eine Karte mit. Warum in den meisten Checklisten eine Standplatzschlinge fehlt, erschließt sich mir nicht. Flaschen baruche ich nicht, ich habe immer eine Trinkblase dabei. Von der Kletterhardware einmal abgesehen, habe ich auch immer ein Buff im Gepäck.“

Simone: „Mein Ruf, als Packmonster unterwegs zu sein, eilt mit voraus. Dabei fasst mein Kletterucksack auch gerade mal 40 Liter, ist ziemlich abgespeckt und ohne Deckelfach. Ich bin ähnlich wie Carsten unterwegs: Buff, Höhenmesseruhr, Standplatzschlinge und Stirnlampe sind immer mit im Gepäck. Dazu kommt bei mir noch ein Tibloc an den Gurt (als Notfallsteigklemme) sowie Insektenschutz inklusive Zeckenzange (Mücken und Zecken fühlen sich einfach wohl bei mir …). Ich bin ein echtes Flaschenkind und oute mich als Fan einer leichten, zusammenrollbaren Softbottle. Je nach Abstieg brauche ich (leider) Trekkingstöcke. Was den Rucksack bei mir schwer macht, ist der Fotoapparat. Heißt: Wenn ich wirklich leicht am Berg unterwegs sein will/muss, dann greife ich auf eine kleine kompakte Kamera zurück, die einfach am Gurt baumelt.“

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