Dein Abenteuer beginnt hier!

Geocachen: Abenteuer direkt vor der Haustür

Geocachen: Abenteuer direkt vor der Haustür

Was tun, wenn die Sonne lacht, die Einschränkung des Bewegungsradius ein Stück weit aufgehoben – und trotzdem Reisen und Touren aus privaten Zwecken noch immer nicht erlaubt sind? Die Umgebung hat man bei seinen Spaziergängen und Radtouren schon längst erkundet und von den Kids ist zu hören: „LANGWEILIG!“. Da ist es doch ein guter Zeitpunkt, sich bei Ausflügen vor der Haustür mit einem GPS-Gerät oder dem allgegenwärtigen Smartphone auf Schatzsuche zu begeben! Geocachen heißt das Zauberwort und schon kommt zum täglichen Frischluftgang ein kleines Abenteuer hinzu.

Ich weiß, dass Geocacher gern unter sich bleiben und gerade in den Anfangsjahren viel Gewese um sich herum veranstaltet haben. Von Muggels war die Rede, also von all denen, die keine Ahnung haben, dass sie Muggel sind. Vor den Ahnungslosen sollte sich der echte Cacher in Acht nehmen, also: bevor der Schatz geborgen wird, erst mal die Lage checken. Dann den Schatz bergen, Logbucheintrag vornehmen, Schatz wieder verstecken und nichts wie weg. Bloß nicht auffallen!

Dabei braucht es für die erste Suche gar nicht viel Equipment: Wer kein eigenes GPS-Gerät hat, kann sich bei geocaching.com (kostenfrei) anmelden, sich einloggen und sich auf einer Karte die verborgenen Schätze in der Umgebung anzeigen zu lassen. Und los!

Gehe ich auf die Web-Seite, dann lachen mich allein in der Umgebung knapp 2.200 Caches an! Damit ist der nächste Cache gefühlt nur ein Dutzend Schritte entfernt. Das zeigt, dass die Cacherbewegung auch heute noch ziemlich aktiv ist. Und trotz der großen Community gibt es noch Ahnungslose, die, obwohl sie viel draußen in der Natur unterwegs sind, keine Ahnung haben, worum es beim Geocachen geht.

Wie schon gesagt, es funktioniert ganz einfach: Jemand hat einen (manchmal ziemlich kleinen) Behälter versteckt, Cache oder Dose genannt, in dem sich kleine Funde (mitunter Tauschgegenstände) und ein Logbuch befinden. Das Schöne daran: Oft sind die kleinen Schätze gut versteckt an interessanten Stellen: Aussichtspunkte, idyllische und abgelegene Plätze bis hin zu verlassenen Häusern oder geschichtsträchtigen Orten. Sie können auf dem freien Feld, im Wald, in der Stadt, auf dem Berg oder unter Wasser versteckt sein. Hat man den Schatz gefunden, trägt man sich ins Logbuch ein und versteckt, ohne Spuren zu hinterlassen, den Behälter wieder an gleicher Stelle.

Und sucht sich, wenn noch Zeit ist, gleich den nächsten Schatz. Doch Achtung: Habt ihr das Ganze einmal in Ruhe ausprobiert, kommt ihr unter Umständen nicht mehr davon los. Fasziniert von Abenteuern, von Spannung, von der Freude an der Natur und ihren Herausforderungen. Männer werden zu Kindern, Kinder zu Männern, Ehefrauen zu echten Kerlen, die wissen, wo es langgeht.

Ich selbst habe ein paar Jahre Pause gemacht und mich in Zeiten von Corona erneut auf Suche begeben – und wieder Lust bekommen, vor allem auf die etwas technischeren Caches. Doch dazu gleich mehr.

Cache ist nämlich nicht gleich Cache. Da sind zunächst die Tradis. Diese originalen Caches bestehen aus einem Behälter und einem Logbuch.  Das Schöne an ihnen: Die Endkoordinaten sind bereits bei der Cachebeschreibung angegeben und führen direkt zum Ziel.

Neben den traditionellen Caches (pefekt für den Einstieg) gibt es Multicaches, die über mehrere Stationen zum Ziel führen, quasi die Schnitzeljagd von heute. Am Ende wartet dann wieder ein Cachebehälter. Oft findet man nur über ein Rätsel zur nächsten Station (Stage), man muss sich Koordinaten ausrechnen oder bekommt andere Denkaufgaben gestellt.

Dann gibt es noch die Mysteries, die Caches, bei denen man Rätsel lösen muss, um zu den Koordinaten und damit auch zum Schatz zu kommen. In den meisten Fällen muss man vorab ein Rätsel in der Cachebeschreibung lösen, etwas ausrechnen oder ähnliches um die Endkoordinaten zu erhalten. In der Regel heißt das: Zuerst zu Hause recherchieren und sich erst dann mit den richtigen Koordinaten auf die Suche begeben. Diese Caches sind immer häufiger etwas für Nerds, da steige nicht nur ich beim Lösen der damit verbundenen Rätsel, Codes, Verschlüsselungen oder Softwarespielereien aus. Oder wie es jemand mal im Forum formuliert hat: Mystery Caches sind  leider Spezialcaches für spezielle Spezialisten. Noch Fragen? 🙂

Ähnlich spannend sind die Earthcaches oder Underground-Caches, die an geologisch interessanten Orten wie Bergwerken, Vulkanen, Meteoriteneinschlagstellen oder Quellen zu suchen sind. Man erhält sofort die Endkoordinaten, doch kommt man bei ihnen an, befindet sich dort kein Cachebehälter. Stattdessen muss man Aufgaben erfüllen, um den Cache loggen zu dürfen. In den meisten Fällen besteht diese Aufgabe darin, vor Ort zu fotografieren und das Bild im Internet zusammen mit dem Logeintrag einzustellen. Mittlerweile sind auch Fragen zu beantworten, die z. B. nur vor Ort gelöst werden können.

Und dann gibt es noch die Wherigo-Caches: Davon gibt es auch einige hier in Leipzig, wobei es sich hier fast um ein komplett eigenes Spiel handelt. Das GPS führt euch an eine bestimmte Stelle, von der aus ihr dann mit virtuellen Objekten und Charakteren interagieren könnt. Eine eigene Welt mit gefühlt unendlich vielen Möglichkeiten. Da hilft auch die Website von Wherigo weiter.

Egal, für welchen Cache man sich entscheidet: Es lohnt sich der zweite Blick auf den Schwierigkeitsgrad. Es gibt spezielle Caches für Kinder, wohingegen die Hardcore-Cacher erst an der Spitze eines hohen Schornsteines oder 20 Meter unter dem Meeresspiegel fündig werden. Ja, hin und wieder finden sich auch noch sogenannte Nachtcaches, deren Reflektoren nur im Dunkel gefunden werden können. Die Skala ist fünfstufig, sowohl bei der Größe der Caches, als auch bei Schwierigkeit und Gelände. Der zweite Blick sorgt dafür, dass ihr euch mit der (vielleicht) notwendigen Ausrüstung auf den Weg macht.

Habe ich mal wieder Stunden vorm Rechner zugebracht, dann zieht es mich auch schon mal zu nächtlicher Zeit noch einmal an die frische Luft. Gefühlt kenne ich jeden Stein, jede Wurzel in der nahen Umgebung. Da ist es schon mal cool, wenn mich ein Schatz z. B. im Baum vom Weg abbringt, dazu bringt, quasi die Wurzeln nebenan näher zu betrachten. Ich bin dann auch nicht allein unterwegs, selbst in Zeiten von Corona trifft man in der Stadt im Dunkeln auf Gleichgesinnte: Erst schleicht man umeinander herum, dann sucht man, in gebotenem Abstand, doch gemeinsam und kommt ins Gespräch. Nice!

Doch nicht nur ich bin auf der Suche, auch andere tapire sind als Cacher unterwegs. Im Leipziger Rostenthal haben wir uns mal zum Baumklettern einweisen lassen (und gleich mal die erforderlichen Geräte kennengelernt). Und manchmal war auch auf unseren Testtouren ein wenig Zeit, die Caches, an denen unsere Route vorbeiführte, schnell mitzunehmen. Wir haben dabei im Winter unterm Schnee gegraben oder sind an der Küsten auf Störtebekers Spuren unterwegs gewesen.

Der Möglichkeiten gibt es viele: Schaut euch draußen um – die Sonne lacht!

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