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Testbericht: Schwer begeistert von Petromax – Gourmet-Küche auf der Testtour

Als klar war, dass die tapir-Testtour 2018 ein glamuröses Campingabenteuer werden würde, war schnell beschlossen: Tütenessen kommt nicht auf den Tisch! Wir wollten mal so richtig kochen, rustikale Gourmetküche sollte es geben. Um dieser Idee auch in Sachen Kochgeschirr gerecht zu werden, haben wir den Kofferraum mit dem nahezu kompletten Petromax-Sortiment vollgeladen: Von verschieden großen Feuertöpfen über Pfanne und Grill bis hin zu Sandwich- und Waffeleisen war alles dabei für drei Tage Kochabenteuer. Gefertigt aus Gusseisen, echt heavy duty – schwer begeistert waren wir von dem Material und seinen Eigenschaften schon von Anfang an. Doch wie hat sich das Petromax-Equipement im Test bewährt?

Wir haben mit den verschiedenen Petromax-Töpfen über Feuer Gulasch und Hähnchencurry gekocht. Für ersteres war von unserer Seite nicht viel zu tun, da die Fleischerei Knötzsch alles bereits fix und fertig vorbereitet hatte. Also schön Feuer entzündet, Dreibein drübergestellt, Topf aufgehängt und gewartet, bis alles schön durchgekocht war. Gefühlt eine Sache von Minuten! Die Herausforderung bestand also weniger im Kochen an sich, als in der rein körperlichen Arbeit: Gusseiserne Töpfe sind schwer! Und ein 18-Liter-Topf, randvoll aufgefüllt mit erstklassigem Gulasch ist noch mal schwerer! Da brauchte es schon zwei klettergestählte tapire und einen Schaufelstiel, um das Abendbrot servierfertig auf den Tisch zu bringen!

Am zweiten Tag wurd zunächst das Hähnchenfleisch scharf im Topf angebraten und dann um kiloweise frisches Gemüse und literweise Sauce ergänzt. Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem vegetarischen Curry, das in einem Standardtopf auf einem Gaskocher zubereitet wurde, hatte der Feuertopf eindeutig die Nase vorn. Als etwas problematisch erwies sich das Anheben des Topfdeckels mit dem Deckelheber: Um die nötige Hebelkraft aufbringen zu können, mussten sich die tapir-Köche so sehr über das Feuer und den wirklich heißen Topf beugen, dass tatsächlich fast Verbrennungsgefahr bestand. Petromax hat zu diesem Behufe, also für die richtig großen Töpfe und amtliche Lagerfeuerhöhe, den Deluxe-Deckelheber im Sortiment – den wir halt leider nicht dabei hatten. Vor Brandblasen bewahrten die Chefköche die Stilausrufezeichen setzenden Aramid-Handschuhe.

Am meisten hat uns die Performance des gusseisernen Grills beeindruckt! Dieser wurde mit glühendem Holz und glühender Holzkohle befüllt und mit köstlicher Fleischware aus der Fleischerei Knötzsch („Wurst von Hand, mit Herz und Verstand“!!!) belegt. Und nun liegt es vielleicht teilweise auch ein wenig an der Metzgersleistung, aber „wir haben noch nie so aromatisch durchgebratenes, krustiges und dennoch saftiges Fleisch zu uns nehmen dürfen!“ (O-Ton der Fleischfans). Beim Grill aus Gusseisen wird die Hitze etwas moderater abgegeben, da im Vergleich zum schmächtigen Grillrost aus Edelstahl mehr Material erhitzt werden muss (gilt übrigens auch für die Pfannen). Die Hitze wird sodann temperaturoptimiert und gleichmäßig auf das Grillgut geleitet. Und es ist einfach eine rundherum richtig schöne Hitze! Intensiv, aber nicht destruktiv!

Waffeln

Für die Waffeln wurde ein cremiger Teig mit Eiern und frischer Hefe angerührt. An die Handhabung des Waffeleisens mussten wir uns erst gewöhnen, vor allem daran, wie sich die optimale Temperatur für ein gleichmäßiges Ausbacken ohne Anbrennen erreichen lässt. Führt man sich die Erhitzungseigenschaften von Gusseisen zu gemüte, ist eigentlich klar, was zu tun ist: Das Waffeleisen wird vorab im Feuer erst kräftig erhitzt, dann mit dem Teig befüllt und anschließend nur noch an den Rand gelegt. Nach einigen Durchgängen hatte die Waffel-Crew die Technik raus und alle tapire konnten frisches, herrlich duftendes Gebäck mit Apfelmus verzehren.

 

Sandwiches

Auch das Petromax-Sandwicheisen wurde getestet. Um individuelle Geschmäcker befriedigen zu können, wurde an einfach alles gedacht: Wir hatten Käse, Wurst, Avocado, getrocknete Tomaten, frisches Gemüse, Eier … all das wurde in dicken Lagen zwischen die Brotscheiben gelegt und dann noch kurz erhitzt. Die Handhabung im Feuer entspricht in etwa der des Waffeleisens. Also erst kräftig auf Temperatur bringen und dann nur noch mit wenig direkter Hitzezufuhr arbeiten, da das Gusseisen die Wärme gleichmäßig und andauernd an das Brot abgibt.

Ander hatte ein Rezept für ein Mischbrot mitgebracht, das im Feuertopf gebacken werden sollte. Der Brotlaib wurde für 1 ½ Stunden im Topf versenkt, der auf kleiner Flamme am Feuerrand stand; von oben sorgten Grillbriketts für die nötige Hitze. Das Ergebnis war beeindruckend – ein leckeres, noch warmes Brot rundete die Grillspeisen des ersten Abends perfekt ab.

Hier die Zutaten für das leckere Petromax-Feuertopfbrot

  • 22 g frische Hefe
  • 550 g Weizenmehl
  • 1150 g Roggenmehl
  • 210 g Joghurt natur 3,8%
  • Balsamico weiß
  • Honig
  • Backmalz
  • Salz

Alle Zutaten werden vermischt; der Teig muss vor dem Backen noch eine Weile an einem warmen Ort gehen.

Schmackofatzig ging es auch am zweiten Abend zu: Nach den Hauptgerichten gab es noch in Öl ausgebackene Apfelringe im Weißbierteig, bestreut mit Zucker und Zimt. Zunächst wurde die Pfanne hierfür direkt in das Feuer gestellt. Das funktionierte, aber dauerte … und dauerte … und dauerte. Später am Abend wurde dann eine Alternative probiert, bei der wieder die Grillbriketts zum Einsatz kamen, die einfach mehr Power haben. Und plötzlich ging das Apfelringbacken in einer Irrsinnsgeschwindigkeit vonstatten. Zwei Personen hatten mit Apfel-in-Teig-Tauchen, Wenden und dem Bestreuen mit Zimt und Zucker echt gut zu tun. Schade eigentlich, dass zu dem Zeitpunkt die meisten tapire schon satt oder im Bett waren … Denn der Mix aus frischem Apfel, sündig frittiertem Teig und Kindheitserinnerungen weckender Zucker-Zimt-Kruste schmeckte fast schön göttlich.

Hier die Zutaten für 4 Personen (Snackportion)

  • 2 Äpfel
  • 250 g Mehl
  • ½ Flasche Weißbier
  • 1 Eigelb
  • 2 Eiweiß
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • Prise Salz
  • reichlich Öl zum Ausbacken
Rustikal Kochen, Braten und Backen mit Petromax

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