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Mit Oldtimer-Bus und Familie durch den Nordirak

Mit Oldtimer-Bus und Familie durch den Nordirak

Als Reiseziel mit Kindern hatten wir den Nordirak in etwa so auf dem Schirm wie das Innere eines aktiven Vulkans. Zu sehr sind die Nachrichtenbilder der vergangenen Jahre in unserem Gedächtnis präsent. Damit lagen wir jedoch gründlich daneben. Auf unserem Weg von der Türkei in den Iran erfahren wir vereinzelt, dass es gefahrlos möglich sei, in den Irak – genauer: in die Autonome Region Kurdistan im Nordirak – einzureisen. Nach einigem Hadern und viel Recherche probieren wir es schließlich aus und sind absolut positiv überrascht. Natürlich merkt man der Region und ihren Menschen die Spuren der vergangenen Konflikte an. Dennoch fühlten wir uns immer sicher, wurden stets offenherzig willkommen geheißen und haben den romantischen Zauber des „Wilden Kurdistans“ noch hier und da zu spüren bekommen.

Da die Region Kurdistan gegenüber dem Irak erhebliche Autonomierechte (z. B. eigene Polizei, eigenes Militär) besitzt, ist sie mit dem Rest des Landes auch kaum gleichzusetzen. Deshalb hatten unsere Reiseerfahrungen dort auch nichts mit den Nachrichtenbildern der letzten Zeit gemein. Außerdem wurde der Islamische Staat (kurz IS oder Daesh) 2017 im Land in der Fläche besiegt. Da dem Nordirak sicherheitstechnisch dennoch das gleiche Image wie dem Süden anhängt, verirrt sich kaum ein westlicher Tourist hierher. Es erwartet uns Reisende daher ein touristisch unverbrauchtes, authentisches und in Europa quasi unbekanntes Reiseland.

Obwohl die Region etwas kleiner als Niedersachsen ist, gibt es von tiefen Canyons mit einsamer Natur über boomende Millionenstädte bis hin zu weltbekannten Kulturstätten eine große Vielfalt an Highlights zu entdecken.

Auf direktem Weg sind es, beispielsweise von Dresden, rund 3700 Kilometer an die türkisch/irakische Grenze. Wer ohne Kinder reist, könnte das zwar auch als Fahrstrecke im verlängerten Jahresurlaub abreißen, aber deutlich weniger stressig wäre ein Besuch im irakischen Kurdistan, wenn man ohnehin schon mit dem eigenen Fahrzeug in der Türkei ist. Für die gesamte direkte Anreiseroute aus Deutschland über Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Serbien, Bulgarien und die Türkei gibt es recht gute Autobahnen. Lediglich auf dem letzten Stück durch die Osttürkei sind die Straßen ziemlich schlecht. Die Qualität der Fahrwege im Irak variiert von Allradstrecken bis hin zu frischen Neuasphaltierungen.

Unverzichtbar für die Fahrzeuganreise war für uns die „Grüne“ Versicherungskarte für den Camper zur Durchquerung Serbiens und der Türkei.

Das ist nicht nur eine hohle Phrase, sondern echte, gelebte Gastfreundschaft. So oft, wie wir eingeladen wurden, konnten wir es gar nicht annehmen. Oft drehen sich Leute auf der Straße um, um uns zwanglos mit einem freundlichen „Welcome to Kurdistan“ zu begrüßen. Ähnlich wie in den Nachbarländern des Irak sind viele der Einwohner hier ehrlich gewillt zu helfen, wenn es ein Problem gibt. Wenn man zum Beispiel in einem Laden nicht das richtige Teil findet, kann es durchaus passieren, dass der Shopbesitzer mit einem zum nächsten Stand geht und so lange bei der Suche auf dem Basar hilft, bis der Kundenwunsch erfüllt ist, obwohl man gar nicht mehr bei ihm einkauft. Mehrfach bekamen unsere Kinder auf der Straße von Wildfremden spontan eine Kleinigkeit geschenkt. Unsere Gegenüber berichten dann, welch hohe Meinung sie von Deutschland haben und freuen sich zum Abschluss über ein gemeinsames Foto. Möglicherweise sind die deutschen Hilfen für Kurdistan ein Grund dafür.

Insgesamt ist die Region moderner, als wir es erwartet haben. Überall werden Straßen, Stromtrassen, Fabriken und Häuser gebaut. Auch verschiedene Glaubensrichtungen sind hier akzeptiert. Auch scheint die Bevölkerung insgesamt betrachtet nicht arm zu sein. Im Straßenbild gibt es kaum alte Autos und die täglichen Ausgaben sind merklich höher als in der Türkei.

Nirgendwo im Land sind uns Pappaufsteller mit vorgefertigten Bustouren oder aufdringliche Tourenverkäufer begegnet. Alles, was man hier sehen möchte, muss man sich erlesen, erfragen, planen und selbst besuchen. Das empfanden wir als sehr angenehm. Außer in der Regionshauptstadt Erbil schienen die meisten Menschen von unserem Auftauchen überrascht und haben sich ehrlich gefreut.

Zuerst besuchen wir den Tigris-Stausee nahe Dohuk. Trotz des niedrigen Wasserstands wirkt er wie ein kleines Meer mit weiten unverbauten Ufern, umschlungen von hügeliger Landschaft mit Feldern, Schafen, Geröll, tollen Sonnenuntergängen und jeder Menge Platz zum mehrtägigen Campen. Wenn es nicht regnet, wären die meisten Plätze auch gut mit einem normalen Auto erreichbar. Sofern man nicht bis ans morastige Ufer fährt, kommt man mit Allradfahrzeugen auch bei Regen gut durch den Schlamm.

Kulturell und gesellschaftlich spannend war für uns der Besuch im jesidischen Heiligtum von Lalish. Dort hatten wir das Glück, einen deutschsprachigen Tempelwächter anzutreffen. Er hat uns einen wunderbaren Einblick in die kleine, aber uralte Religionsgemeinschaft gegeben, inklusive Erklärungen der für uns unbekannten Sitten und Bräuche. Dennoch lässt uns dieser Tag schwermütig zurück. Von den Gräueltaten der letzten Jahre an der jesidischen und lokalen Bevölkerung vor Ort zu erfahren, ist viel eindrücklicher als distanziert aus der Flimmerkiste.
Als Tipp bekommen wir im Tempel noch die nahegelegenen assyrischen Felsreliefs von Khinnis ans Herz gelegt, zu denen wir auch prompt per PKW begleitet werden.

Absolut konträr zum ruhigen Tempel ist die quirlige, aber nicht weniger sehenswerte Stadt Akrê. Die maroden Häuschen der Altstadt schmiegen sich malerisch an die Berghänge. Wenn man sich durch die haarsträubend engen Gassen bis ganz hinauf zum Friedhofsberg mit Aussichtsfläche gekämpft hat, steht auch einer Übernachtung im Camper mit Panoramablick nichts im Wege; vorausgesetzt, man stört sich nicht am Geräuschpegel der einheimischen Tagesausflügler.

Um einen besseren Einblick in die jüngere Geschichte der Region und den Weg der Kurden zu bekommen, würden wir unter anderem einen Besuch in der Gedenkstätte von Halabdscha und im Museum Amna Suraka in Sulaimaniyya empfehlen. Die Dokumentationen über Giftgasangriffe, Kampf, Folter, Minen, ISIS und den Widerstand dagegen sind beeindruckend, bedrückend und erhellend zugleich. Nicht selten begegnen einem auch Reste militärischer Munition beim Wandern, genauso wie alte Stellungen aus dieser Zeit.

Der für uns wichtigste Punkt auf der Liste sind die Landschaft und Natur Kurdistans. In Mitteleuropa haben wir nie zuvor etwas Ähnliches gesehen. Es gibt unzählige wenig genutzte, recht trockene Flächen, über die der Blick weit schweifen kann. 2000 Meter hohe Berge wechseln sich mit tiefen Canyons, schroffen Felshängen, weiten Flusslandschaften und zartgrünen Hügelflächen ab.
Zwar ist freies Stehen mit dem Camper nicht so einfach wie in anderen Ländern, aber es ist mit etwas Suche trotzdem gut möglich.

Die von uns besuchten Plätze sind keine vollständige Aufzählung. Es gibt hier noch weit mehr zu entdecken. Außerdem habe ich die großen Städte ausgespart, da sich Informationen darüber im Netz recht einfach finden lassen. Wir haben Erbil wie auch Sulaimaniyya besucht, wobei erstere aus touristischer Sicht sehenswerter war.

Für Wohlfühltourismus ist der Nordirak aus unserer Sicht nicht geeignet, zumindest, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht.

Zu allererst fällt der viele Müll auf. Fast jeder Ort, der auch nur irgendwie mit einem Fahrzeug erreichbar ist, hat auch einen riesigen Haufen Unrat zu bieten. Hinzu kommt die Luftverschmutzung durch ölverarbeitende Anlagen. Beim zweiten Blick fallen uns immer häufiger Kinder auf, die auf dem Basar arbeiten, im Waschsalon, einer Lackiererei und auch in manchen Autowerkstätten. Auch der Straßenverkehr bringt einige neue graue Haare. Er liegt aus unserer Sicht risikomäßig knapp hinter dem iranischen Autofahrverhalten. Da inbegriffen sind schlechte Nebenstraßen, viel zu hohe Speedbumper und regelmäßige Checkpoints auf der Straße, an denen man sich erklären muss.

Außerdem ist vor allem die jüngere Vergangenheit der Gegend keine leichte Kost.
Sich vor Augen zu führen, was ISIS hier angerichtet hat – Familien und Leben zerstört, auseinandergerissen, willkürlich entführt, versklavt, vergewaltigt und getötet und das in unserer heutigen scheinbar modernen Welt … es fällt schwer, diese Dinge zu begreifen. Gleichzeitig existiert für die Kurden hier die Hoffnung auf Besserung, nicht zuletzt, weil sie sich über Landesgrenzen hinweg zusammengeschlossen haben, um Daesh die Stirn zu bieten. Darin begründet sich auch der Stolz auf Land und Armee, der uns Deutschen in heutiger Zeit eher fremd erscheint.

Nicht nur für die Kinder braucht es einiges an Zeit und Hintergründen, um das Gesehene an Gedenkstätten oder Museen zu verarbeiten. Wir geben ihnen die Informationen nur gefiltert, lassen sie im Museum nicht alles sehen und nehmen uns sehr viel Zeit für Erklärungen. Alpträume haben sie davon nicht bekommen und akzeptieren das Gesehene als Teil dieser Welt. Wir werden oft nachdenklich, vor allem, weil das ganze Thema noch so präsent ist. So stehen beispielsweise manche christliche Dörfer und das jesidische Heiligtum unter Militär-/Polizeischutz.

Ohne vorherige Recherche und Befragen der Einheimischen ist es zudem nicht zu empfehlen, in einsameren Gebieten abseits der Straße unterwegs zu sein. Ungeräumte Minengebiete sind genauso ein Thema wie alte Munition. Im östlichen Norden des Irak kam es während unserer Zeit im Land zu Luftangriffen von türkischer Seite. Die Grenzgebiete Kurdistans sind ebenfalls heikle Zonen, zumal es auch gar nicht so leicht ist, die Grenzen der autonomen Region herauszufinden, zumindest in Richtung des Restiraks. Einen groben Überblick geben die Karten, auf denen unter anderem die Minengebiete eingezeichnet sind (siehe Weblinks weiter unten).

Trotz allem ist die Autonome Region Kurdistan für uns eine positive und schöne Erfahrung gewesen, die wir gern teilen wollen. Bei den vielen neuen Fabriken und Ölanlagen wird sich ihr Bild in den nächsten Jahren sicher schnell ändern. Noch ist der Landstrich sehr untouristisch und individuell erlebbar.

Anreise

Für die Maut der Anreiseländer haben wir mit unserem Wohnmobil/Oldtimer von neun Tonnen folgende Gebühren bezahlt:

– Tschechien: 0 € (kostenfreie Mautbox für Oldtimer)
– Slowakei: 10 € für 10 Tage (Wohnmobiltarif online = Kategorie M1)
– Ungarn: 20,46 € bzw. 7270 Forint für 10 Tage (Wohnmobiltarif online = Kategorie D2)
– Rumänien: rund 13 € bzw. 63,95 Lei für 90 Tage (Wohnmobiltarif online)
– Serbien: 33 € (Barzahlung an Mautstationen für Fahrzeug der Klasse III)
– Bulgarien: 9,49 € (streckenabhängiger Routepass ab 3,5 Tonnen)
– Türkei: ca. 43 € bzw. 512,5 Lira (HGS-System erhältlich in Postfilialen, vereinzelt Barzahlung an Mautstationen möglich)

Für wen eine Fahrzeuganreise keine Option ist, hält der Flughafen der Regionshauptstadt Erbil Direktflüge aus Deutschland parat, genauso wie Flugreisen mit Umsteigemöglichkeit in Istanbul.

Bitte betrachtet die genannten Preise und Infos nicht als gesetzt, da es regelmäßige Änderungen gibt.

Ein- & Ausreise

Die Einreise bedarf etwas Vorbereitung, lief bei uns aber reibungslos und war in wenigen Stunden erledigt. An der Grenze erhalten deutsche Staatsbürger ohne vorherigen Antrag Visa on arrival.

Doch zunächst zur Ausreise aus der Türkei: Zuerst sollte man eventuell fällige Mautforderungen in der Türkei bereits in einer Postfiliale (PTT) begleichen, da dies an der Grenze schwieriger realisierbar ist. Ob im undurchsichtigen türkischen Mautsystem Forderungen offen sind, erfahrt ihr nach Eingabe eures Kennzeichens (Plaka Numarasını) auf dieser Seite: https://hgsmusteri.ptt.gov.tr/mobil/hgs.jsf

Da bei der Ausreise am türkischen Grenzübergang Habur der Fahrzeughalter im Auto getrennt von den restlichen Passagieren abgefertigt wird, ist eine passenger list nötig. Diese ist mitunter in grenznahen Hotels erhältlich oder auch mit Durchfragen am bewachten Parkplatz an der Grenze.

Eine ähnliche passenger list wird für die Einreise in den Nordirak benötigt. Diese erhielten wir allerdings ohne Probleme von den Grenzbeamten. Danach erfolgte die Kontrolle des Covid-Status und direkt im Anschluss konnten wir in die Halle zur Visabeantragung. Wir erhielten 30 Tage. Gekostet hat dies 100000 Dinar pro Person (60,61 €). Da diese Gebühr vor Kurzem noch in Dollar bezahlt werden musste, waren wir darauf nicht vorbereitet. Im Café nebenan ist jedoch Geldwechseln möglich. Um 510 US Dollar zum tagesaktuellen Kurs in Dinar zu tauschen, bezahlten wir 20 Dollar Gebühr. Euro wären zum Tausch ebenfalls möglich gewesen. Soweit wir wissen, gelten die im Nordirak ausgestellten Visa nur für die Autonome Region Kurdistan. Aus Sicherheitsbedenken haben wir jedoch nicht ausprobiert, in den Restirak zu fahren.

Bei Einreise ins irakische Kurdistan werden 30 US Dollar pro Fahrzeug fällig. Weitere Kosten fallen nur an, wenn bei Ausreise ein anderer Grenzübergang als bei der Einreise genutzt wird. In diesem Fall werden weitere 38.000 Irakische Dinar (ca. 23 €) beim Verlassen des Landes erhoben. Ein Carnet de Passage ist nicht nötig. Sofern man plant, den Irak wieder am gleichen Grenzübergang zu verlassen, ist es üblich, dass der Pass des Fahrzeughalters bei der Einreise einbehalten wird.
Außerdem sollte man zum Zeitsparen wissen, wo sich am Auto die Fahrgestellnummer befindet. Diese wird bei Einreise nämlich kontrolliert, um Fahrzeugdokumente in Landessprache auszustellen.

Auf die pandemiebedingten Reisevorschriften gehen wir hier nicht näher ein, da sie noch kurzfristigeren Änderungen unterworfen sind, als die eigentlichen Grenzformalitäten.

Aktuelle gute Informationen zum Grenzübertritt an den jeweiligen Übergängen fanden wir oft in der Handyapp iOverlander oder von anderen Reisenden. Die Ausführungen des Auswärtigen Amts waren dafür weniger hilfreich.

Beste Reisezeit

Wir haben den Nordirak im Spätherbst/zu Winterbeginn besucht, was uns die sommerliche Hitze erspart hat. Grundsätzlich war dies eine gute Reisezeit, da in den Niederungen die Temperaturen angenehm mild waren. Gleichzeitig lag aber bereits Schnee in den Bergen (ab ca. 1500 Metern ü. NN), weshalb wir auf dem Korek Mountain weiße Weihnacht verbringen konnten.

Sehr lohnenswert sind auch Frühjahr/Frühsommer, da dann größere Landstriche in frischen Grün erstrahlen, die sonst mehrheitlich beigebraun sind.

Sprache

Mit Englisch sind wir insgesamt sehr gut zurechtgekommen. In den Städten und Wirtschaftsregionen sprachen es viele Passanten und Angestellte. Ganz vereinzelt trafen wir auch Leute mit Deutschkenntnissen. Viele unserer Gesprächspartner gaben an, auch Arabisch zu sprechen, was sich ganz gut mit der Handyapp des Google Translator übersetzen ließ (zum Schreiben auch offline downloadbar).

Schwieriger war dagegen das Übersetzen von Kurdisch. Kurmandschi (Nordkurdisch) ist mittlerweile in der App des Google Translator verfügbar, nur leider nicht als Offlineversion. Zudem erschien uns die Übersetzungsqualität nicht allzu gut. Sorani (Zentralkurdisch) konnten wir leider gar nicht übersetzen. Wenn sich einmal gar keine gemeinsamen Vokabeln oder Handzeichen zur Verständigung fanden oder unser Gegenüber nicht lesen konnte, war ein kleines Bildwörterbuch sehr hilfreich. Ein Beispiel hierfür habe ich weiter unten im Literaturverzeichnis erwähnt.

Absolut empfehlenswert: ein paar gängige Worte wie „Hallo“, „Danke“, „Tschüss“ auf Kurdisch und Arabisch zu erlernen, da das noch einmal genauso viele Türen und Herzen öffnet wie das Lachen unserer Kinder.

Geld

Grundsätzlich wird mit Irakischen Dinar bezahlt (Wechselkurs zum Reisezeitpunkt: 1650 Dinar für 1 €). In den großen Städten wie Dohuk, Erbil und Sulaimaniyya gibt es Geldautomaten (häufig in den Malls), um teilweise auch gebührenfrei Dinar per Kreditkarte zu erhalten. Mastercard ist dabei verbreiteter. Automaten für die Visakarte lassen sich aber auch finden.

Außerhalb großer Einkaufstempel ist Barzahlung üblicher als Kartenzahlung. Zudem ist es hilfreich, einen kleineren Betrag in US-Dollar dabei zu haben, was Wechselgebühren vor Ort erspart. Die Gebühren zur Fahrzeugeinreise ließen sich nur in Dollar bezahlen. Zeitweise traf dies auch auf die Visagebühren an der Grenze zu. Im Moment benötigt man dafür allerdings Dinar. Euro werden zum Geldwechseln vor Ort auch akzeptiert.

In dem einem Monat unseres Aufenthalts waren für uns die Lebenshaltungskosten in Bezug auf Essen und Restaurantbesuche ähnlich hoch wie in Deutschland. Frisches Obst und Gemüse vom Straßenhändler ist allerdings günstiger. Der Dieselpreis war über die Hälfte günstiger als zum gleichen Zeitpunkt in Deutschland.

  • Handy, um mit Google Translator übersetzen zu können
  • Wasserbehälter im Camper (z. B. Hühnersdorff oder Weinfässer aus Edelstahl)
  • Campingkocher
  • ggf. analoger Kompass, denn in den Grenzgebieten zwischen Türkei und Irak wird vielerorts das GPS-Signal gestört
  • am besten keine Chemietoilette im Camper (Entsorgungsstellen sind uns keine begegnet, von der Umweltbelastung ganz zu schweigen) – als Alternative eignet sich eine Trockentrenntoilette gut, da Abfall einfach vergraben werden kann
  • Solarzelle, um über mehrere Tage autark zu sein
  • ggf. Ersatzrad fürs Fahrzeug und etwas Bordwerkzeug
  • individuelle Erste-Hilfe-Ausrüstung/ Arznei
  • „Grüne“ Versicherungskarte bei Fahrzeuganreise zur Durchquerung der Transitländer Serbien & Türkei
  • mindestens eine Kreditkarte, im besten Fall einmal Visa und einmal Mastercard

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