Dein Outdoor-Abenteuer beginnt hier!

Teaserbild: Die Qual der Wahl: Auf der Suche nach dem perfekten Kochgeschirr

Die Qual der Wahl: Auf der Suche nach dem perfekten Kochgeschirr

Der Spruch aus der Phrasenkiste „Essen hält auf Tour Leib und Seele zusammen“ hat auch heute noch seine Gültigkeit. Nicht nur ich gehöre zu den Leuten, die gern und auch auf Tour lecker essen wollen. Dazu braucht‘s neben dem Kocher auch Töpfe und Pfannen und da kann man bei der Marktlage auch mal schnell den Überblick verlieren. Aluminium (behandelt oder unbehandelt), Edelstahl oder Titan, beschichtet oder nicht – ein paar Kenntnisse über die Eigenschaften der verwendeten Materialien können die Suche nach dem perfekten Kochgeschirr verkürzen.

Auf den ersten Blick genügen (fast) alle Outdoor-Töpfe den folgenden Anforderungen: Sie sind leicht, aber stabil, der Inhalt wird schnell heiß, ohne jedoch anzubrennen. Das Nudelwasser lässt sich gut abgießen, Tee- und Kaffeewasser bequem in Tassen einfüllen. Im Anschluss an die Kocherei lassen sie sich einfach reinigen. Doch der zweite Blick verrät: Es gibt bei uns im tapir ganz unterschiedliche Töpfe und Topfsets. Entscheidend ist, welche Ansprüche man an das Kochgeschirr stellt. Spielen eher das Gewicht oder die Robustheit eine Rolle? Wieviele Menschen wollen möglichst gleichzeitig essen? Will ich auf Tour kurz und schnell nur eine Tüte Trekkingnahrung aufwärmen oder die Mitreisenden mit einem 3-Gänge-Menü beeindrucken? Es gibt also nicht den Alleskönner unter den Töpfen und das liegt häufig an der Konstruktion des Topfes und dem verwendeten Material.

Aluminium ist trotz vieler Diskussionen immer noch der Klassiker. Die Varianten aus unbehandeltem Aluminium gibt es gefühlt schon seit Jahrhunderten. Die Töpfe sind leicht und waren lange Zeit der Favorit für all jene, die nicht nur wenig Geld bezahlen, sondern auch beim Packen streng auf’s Gewicht achten wollten. Die gute Wärmeleitfähigkeit überzeugte und ein wenig Metallabrieb beim Saubermachen sowie den manchmal etwas metallligen Geschmack nahm man dabei einfach in Kauf. Ob Aluminium, das durch den Abrieb ins Essen kommt oder durch Zitrone oder andere ’saure‘ Nahrungsmittel (vielleicht) freigesetzt wird, auf Tour gesundheitsschädlich ist (Langzeitfolgen inklusive) oder ob die Mengen viel zu gering sind, ist ein Diskussionspunkt, der bis heute zu kontroversen Debatten einlädt.

Die mangelnde Abriebfestigkeit ließ den kreativen Köpfen von z.B. Trangia , MSR oder Primus keine Ruhe. Das HA Aluminium (HA= hartanodisiert) ersetzt bei einigen Marken heute das unbehandelte Aluminium. Kein ungewollter Nachgeschmack mehr und die Oberfläche im Topfinneren ist bei dem Herstellungsvorgang so weit verändert worden, dass sie deutlich kratzfester und scheuerunempfindlicher als beim klassischen Aluminium ist, ohne dabei den Gewichtsvorteil und wahrnehmbar die hervorragende Wärmeleitfähigkeit des Aluminiums einzubüßen. Eine andere Möglichkeit, Aluminium verschleißresistenter zu machen, ist das Standardverfahren des Eloxierens. Dadurch wird der Topf korrosionsbeständiger und lässt sich im Anschluss leichter (ohne Kratzer) wieder reinigen.

Ein Klassiker unter den Topfsets sind die Varianten aus Edelstahl. Eigentlich unverwüstlichm, können sie einen jahrzehntelang begleiten. Mein Edelstahl-Topfset wird im Sommer 20 Jahre alt und hat von Schneeschmelzen bis zum Versuch, Bannockbrote zu backen, alles klaglos mitgemacht. Ich weiß, dass die Wärmeleitfähigkeit nicht so gut ist wie bei Aluminium-Töpfen und ein paar Gramm schwerer ist das Topfset auch. Dafür sind die Edelstahl-Varianten rostfrei. Wenn also Gewicht eine nicht ganz so große Rolle spielt, Robustheit und Langlebigkeit im Vordergrund stehen, dann können die preisgünstigeren Edelstahl-Töpfe eine gute Alternative sein.

Leicht, oxidationsfrei, widerstandsfähig und damit sehr langlebig, können die Töpfe schnell zum beliebten Begleiter auf Tour werden, wenn man bereit ist, deutlich mehr Geld dafür auszugeben. Die Materialhärte des Titans erlaubt es, ein sehr dünnwandiges Kochgeschirr zu bauen. Die Wärmeleitfähigkeit bleibt hinter der von Edelstahl zurück, sodass Töpfe aus Titan eher etwas für’s schnelle Wasserkochen oder Erhitzen sind. Für’s Schneeschmelzen im Winter sollte man eher einen anderen Topf einsetzen.

Interessant ist aber auch für all jene, die unterwegs etwas anderes als nur ein Essen aufwärmen oder Wasser kochen möchten, nicht nur die Kochgeschirrauswahl, denn ob die Mahlzeit anbrennt oder nicht, hängt nicht nur vom Material des Kochgeschirrs ab. Die Regulierbarkeit des Kochers spielt eine nicht minder entscheidende Rolle. Dabei sollte man auch darauf achten, dass die Topfgröße (der Durchmesser des Bodens) mit dem Flammring bzw. der Flammgröße des Brenners kompatibel ist. Und den Deckel beim Kochen nicht vergessen!

Die Sommersaison steht schon vor der Tür. Wo auch immer es euch auf Tour hinverschlagen wird: Guten Appetit!

– Edelstahl ist hitzebeständiger als Aluminium. Man sollte Wasserkessel oder große Hordentöpfe aus Aluminium in der Glut nicht vergessen. Es soll Leute geben, deren Kochgeschirr sich schnell förmlich in Staub verwandeln hat (Schmelztemperatur von Aluminium: 650°C)
– Titan ist etwas für die kompromissbereiten Ultraleichttrekker. Die Töpfe können bei zu großer Hitze etwas ausbeulen und sich verfärben
– Titan hat eine deutlich schlechtere Wärmeleitfähigkeit als Aluminium, gleicht das aber durch seine sehr dünnen Wände teilweise wieder aus
– Die exzellente Wärmeleitfähigkeit von Aluminium (bis zu 10x höher als Edelstahl) ist der Grund dafür, dass auch heute noch bei vielen beschichteten Pfannen in Outdoor-Topfsets das unbehandelte Aluminium die erste Wahl für die Pfannen ist

– Fürs Wasserkochen sind die Aluminium- oder Edelstahlvarianten vollkommen ausreichend
– Aluminium sollte nach der Tour nur komplett trocken verpackt werden, da die Töpfe sonst Rost ansetzen können.
– Outdoor-Kochgourmets verwenden bevorzugt die beschichten Varianten, um ohne anzubrennen ihre Menüs zu kochen. Schnell und einfach gelingt es mit den Eta-Töpfen von Primus, die dank dem im Boden intregrierten Wärmetauscher auch noch schnell und effizient sind und damit Brennstoff sparen. Hilft auf mehrtägigen Touren dann auch Gewicht einzusparen
– Beschichtetes Kochgeschirr sollte nicht mit Aluminium-Besteck genutzt werden (kein Topfauskratzen mit Aluminium-Löffel)
– Fürs Familiencamping gibt es von GSI Topfsets mit nützlichem Innenleben

– Fürs Kochen über dem offenen Feuer eignen sich Edelstahl, eloxiertes oder hartanodisiertes Aluminium und auch Titan (kein beschichtetes Kochgeschirr)

– Der Topfdurchmesser sollte nicht zu groß, aber auch nicht zu klein sein: Ein zu großer Bodendurchmesser kann die Hitze nicht gleichmäßig verteilen (die äußeren Bereiche werden logischerweise weniger stark erhitzt als die Topfmitte, die sich genau über dem Brenner befindet); ein zu kleiner Topf verschwendet Energie
– Rundungen im Topfinnenleben lassen sich besser reinigenDer Spruch aus der Phrasenkiste „Essen hält auf Tour Leib und Seele zusammen“ hat auch heute noch seine Gültigkeit. Nicht nur ich gehöre zu den Leuten, die gern und auch auf Tour lecker essen wollen. Dazu braucht‘s neben dem Kocher auch Töpfe und Pfannen und da kann man bei der Marktlage auch mal schnell den Überblick verlieren. Aluminium (behandelt oder unbehandelt), Edelstahl oder Titan, beschichtet oder nicht – ein paar Kenntnisse über die Eigenschaften der verwendeten Materialien können die Suche nach dem perfekten Kochgeschirr verkürzen.Der Spruch aus der Phrasenkiste „Essen hält auf Tour Leib und Seele zusammen“ hat auch heute noch seine Gültigkeit. Nicht nur ich gehöre zu den Leuten, die gern und auch auf Tour lecker essen wollen. Dazu braucht‘s neben dem Kocher auch Töpfe und Pfannen und da kann man bei der Marktlage auch mal schnell den Überblick verlieren. Aluminium (behandelt oder unbehandelt), Edelstahl oder Titan, beschichtet oder nicht – ein paar Kenntnisse über die Eigenschaften der verwendeten Materialien können die Suche nach dem perfekten Kochgeschirr verkürzen.Der Spruch aus der Phrasenkiste „Essen hält auf Tour Leib und Seele zusammen“ hat auch heute noch seine Gültigkeit. Nicht nur ich gehöre zu den Leuten, die gern und auch auf Tour lecker essen wollen. Dazu braucht‘s neben dem Kocher auch Töpfe und Pfannen und da kann man bei der Marktlage auch mal schnell den Überblick verlieren. Aluminium (behandelt oder unbehandelt), Edelstahl oder Titan, beschichtet oder nicht – ein paar Kenntnisse über die Eigenschaften der verwendeten Materialien können die Suche nach dem perfekten Kochgeschirr verkürzen.

Kommentar schreiben

Lesen: Die Qual der Wahl: Auf der Suche nach dem perfekten Kochgeschirr

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Notify me of followup comments via e-mail. You can also subscribe without commenting.

Weiterschmökern

Ein Kurztripp zu und auf der Drawa

Tobias 28. Februar 2005

Neuer Multifuelkocher von MSR - und eine schwere Entscheidung...

Simone 22. März 2012

machs fröschli

Simone  9. März 2010

tapir-Kunde Martin mit seinem Tapir 'Pancho' in Peru

Isabel 14. Dezember 2010

Kleines Biwaksack-ABC

Simone 16. Januar 2012