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Teaserbild: Island immer wieder !!!

Island immer wieder !!!

Nachdem mich mein erster Besuch im vergangenen Jahr so begeisterte und faszinierte, ist klar: Island ich komme wieder! Ab dem Geburtstagstelefonat mit einer in Kairo lebenden Freundin und gemeinsamen ‚In-Erinnerung-Schwelgen‘, beschlossen Maria und ich: „Ja, lass uns doch nächstes Jahr im April wieder hinfliegen!“
Gesagt getan: Sofort buchten wir Flüge und begannen parallel Dinge herauszusuchen, die wir auf unserer zweiten gemeinsamen Islandreise anschauen und erleben wollen.
Auch haben wir bereits unsere dritte Reise nach Island geplant… es entwickelt sich eine Art Tradition. Island immer wieder!

Island zu sehen ist ein ewiger Kindheitstraum! Seit ich das erste Mal von dieser Insel hörte, wusste ich, dass ich dorthin reisen möchte!
Ich bin fasziniert von alledem was ich bisher von der Vulkaninsel erfahren konnte, sei es Geschichtliches, Kulturelles oder schlichtweg die Natur und die geologische Entstehung oder die Menschen. Schon einer dieser Punkte wäre Grund genug die Insel zu bereisen!
„Wer möchte nicht auf die Insel aus Feuer und Eis und diese Extreme erleben?!“ fragte ich mich immer wieder.
Es gibt aber kaum Freunde, Familie oder Bekannte die diese Anziehung mit mir teilen, und so kam es erst letztes Jahr im April dazu, dass ich das erste Mal nach Island reiste.

Zweites Mal ankommen
Ich hatte im Landeanflug den besten Blick auf meine Trauminsel und schon kamen Gefühle der Freude in mir auf – so viel Vielfalt, Anmut, Erhabenheit und Weite! Island erzeugt schon jetzt wieder so starke Glücksgefühle, dass direkt eine Träne aus dem Knopfloch kullert.
Angekommen in Reykjavik, hieß es auf Maria warten, die erst am Abend aus Kairo ankommen wird. Bei dem sonnigen Wetter ist es wunderbar sich die Zeit in Reykjavik zu vertreiben.

Wie ist Reykjavik?
Da ich die Landeshauptstadt schon vom letzten Jahr kenne, weiß ich sofort, wie ich durch das gemütliche Stadtzentrum zum Hafen und an die Küste gelange. Dort angekommen genieße ich den klaren Blick auf die Vulkanhalbinsel Snæfellsnes, die mit Schnee bedeckten Bergketten. Man sagt von dieser Halbinsel auch, dass es Island in Miniatur ist, weil dort neben Lavafeldern,Vulkanen und tollen Bergketten auch wunderschöne Höhlen, Hotsprings und Fischerdörfer sind, man findest dort also alles, was man auf der gesamten Insel findet.
Im T-Shirt sitze ich an der Harpa (Islands Oper) und freue mich auf die Erkundung dieser Gegend in den nächsten Tagen…
Als Maria ankam, erkundeten wir Reykjaviks Nachtleben, denn es ist immer wieder sehr unterhaltsam und mitunter sehr witzig mit den Landleuten in Kontakt zu kommen.
Verschlafen holen wir am nächsten Morgen unseren Mietwagen ab, der erfrischende Spaziergang an der Küste entlang hat uns wach gemacht.

Die Straßenverhältnisse sind wichtig.
Und mit unserem Allrad-Wagen können wir nun nach Snæfellsnes und in die Westfjorde reisen.
Die Westfjorde sind die abgelegenste Gegend und wir haben dieses Jahr großes Glück! Wir können die meisten Straßen schon befahren, weil sie schon geöffnet sind. Das ist im April nicht immer so. In Island ist noch Winter und es liegt viel Schnee. Wenn es viel Neuschnee gibt, werden die Straßen dann geschlossen. Man kann jedoch auf einer Webpage oder App immer sehr aktuell sehen, wie die Wetterlage und die Straßenverhältnisse sind.
Ohne diese Seite wären wir aufgeschmissen gewesen, denn wir mussten auf unserer Tour mehrmals umplanen, weil eben unerwartete Wintereinbrüche die Straßenbedingungen schnell verändern.
Da es jedoch unzählige sehenswerte, beeindruckende Orte auf Island gibt, ist es überhaupt kein Problem – es gibt immer zahlreiche neue Lösungen und wenn man mal nicht weiter weiß, setzt man sich erst einmal in einen der tollen Hotpots oder Hotsprings und man hat wieder neuer Energie, die Reisepläne umzugestalten.

Natürliche Badewanne
Hätten sich auf unserer Reise die Pläne nicht geändert, hätten wir die Auroras nicht gesehen, oder wir hätten nicht in dieser tollen Hütte schlafen können, die uns den schönsten Blick auf den Hvammsfjordur mit einem schillernden Abendhimmel bot, auch der kleine, gemütliche Hotpot Laugar hätte sich uns nicht gezeigt. Wenn man einmal in den Genuss dieser heißen Quellen kam, möchte man möglichst keine mehr auslassen. Auch dafür haben die Isländer eine geniale Internetseite: https://wildswim.com/laugar-hot-pot
Island steckt voller Überraschungen und Geschenken, und man findet immer wieder neue Dinge, die man entdecken möchte.

Einsamkeit pur
In den Westfjorden haben wir kaum andere Menschen gesehen, uns kamen am gesamten Reisetag nicht mehr als 5 Autos entgegen.
Somit verstärkt sich das Gefühl der Weite und Freiheit und man fühlt sich einfach nur glückselig Gast in dieser zauberhaften Gegend sein zu dürfen. Ob am Strand die Robben zu beobachten oder stundenlang zu einem abgelegenen Wasserfall zu wandern, alles ist einmalig und erlebnisreich.
Immer wieder!!!

Reisezeit
Wir entschieden, unseren Trip im April zu planen, weil es noch knapp in die Nebensaison fällt und der Winter nicht mehr ganz so knackig und extrem ist. Man hat zu dieser Zeit schon die Möglichkeit einige sonst geschlossene Straßen zu befahren und die Touristenströme sind noch nicht so groß wie zur isländischen Sommerzeit. Außerdem wollten wir Schnee sehen. Ein weiterer Punkt sind die Nordlichter, die sich im April bei klaren, kühlen Nächten gern noch zeigen, bevor der Sommer beginnt.

Anreise
Die Anreise ist komfortabel und unkompliziert. Man kann mit Iceland Air oder WOW-Air nach Keflavik Airport fliegen. Wenn man eine gute Reisezeit wählt oder rechtzeitig im Voraus bucht, sind die Flüge sehr erschwinglich.
Von Berlin Schönefeld fliegt man 3,5 Stunden und landet in Keflavik, was eine knappe Stunde von Reykjavik entfernt ist. Von dort fahren nahezu stündlich Busse in die Hauptstadt, die man von zu Hause aus oder direkt am Airport buchen kann. Man hat ebenfalls die Möglichkeit direkt am Flughafen einen Mietwagen zu buchen oder entgegenzunehmen, wenn man schon im Vorfeld online gebucht hat.

Einreise/ Geld
Für die Einreise benötigt man einen gültigen Reisepass oder Ausweis.
Obwohl noch nicht Mitglied der EU, ist Island bereits Teil des Schengenraum und führt keine Grenzkontrollen mehr durch.
Die Währung ist die Isländische Krone (1 ISK = 0,008156 €; 1 € = 122,61 ISK, Stand 2018)). Man kann direkt am Flughafen Geld tauschen, was jedoch kaum notwendig ist, da man nahezu überall mit Kreditkarte zahlen kann. Selbst wenn man zwei Briefmarken oder nur einen Hotdog mit Kreditkarte bezahlt, wird man nicht komisch angeschaut, die bargeldlose Zahlung ist dort üblich – Isländer sind sehr modern.
Wenn die Kreditkartenzahlung einmal nicht möglich ist, bekommt man meist schon den entschuldigenden Hinweis.

Sprache
Isländer sprechen sehr gut verständliches Englisch, was die Kommunikation einfach macht – isländisch ist natürlich die offizielle Landessprache, für unsere Zungen jedoch sehr schwierig.
Man scheitert manchmal schon daran einen Vornahmen richtig auszusprechen.

So eine Reise muss gut vorbereitet sein, deshalb habe ich viel in Foren gelesen und auch Reiseführer gewälzt:

iceland.de

island-forum.com

  • Um die raue, beindruckende, vielseitige Natur Islands gut genießen zu können, sind einige Dinge sehr wichtig. Man sollte neben guter Regenkleidung auch unbedingt eine Mütze, Handschuhe und gute Wanderschuhe dabei haben!
  • Wenn es sonnig ist, braucht man auf jeden Fall auch eine Sonnenbrille.
  • Das Licht knapp unterm Polarkreis ist sehr klar und die Sonne sehr intensiv, sie wird vom Schnee und vom Wasser reflektiert, also Vorsicht, wenn man stundenlang im Hotpot sitzt, am besten Sonnencreme dabei haben.
  • Das Wetter kann sehr wechselhaft sein und man muss sich mitunter mehrmals am Tag umziehen.

Die besten Reiseführer für uns waren:
marco-polo-reisefuehrer-island, den hatten wir dabei, weil er viele kleine Insidertipps bietet.

rund-um-island-auf-der-ringstrasse, empfehlenswert… weil ich die Reiseführer vom Conrad Stein Verlag einfach sehr mag.

Ein witziges Buch zur Einstimmung:
gebrauchsanweisung-fuer-island

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