Dein Abenteuer beginnt hier!

Teaserbild: Ein Klassiker im neuen Gewand: Der Deuter Futura im tapir-Dreifachtest

Ein Klassiker im neuen Gewand: Der Deuter Futura im tapir-Dreifachtest

Den Deuter Futura gibt es schon seit 1998 und er ist unter den Wanderrucksäcken mit Sicherheit einer der Publikumslieblinge – und das nicht nur im tapir. Die Modelle der Futura-Reihe sind in erster Linie als Wanderrucksäcke konzipiert; durch den klassischen Aufbau und die vielen Fächer und Verstaumöglichkeiten ist aber auch ein Einsatz für Berg- oder Klettersteigtouren und im Alltag denkbar. Für die letzte Wintersaison wurden die Rucksäcke vor allem optisch überarbeitet und kommen vor allem in ihrer Farbgebung mit etwas dezenteren Styles daher.

Wir konnten 3 Modelle des Futura im wunderschönen Allgäu für 4 Tage Probe tragen und haben das ausgiebig getan. Markus war mit einem Futura 34 EL (die Extra-Long-Serie richtet sich an Personen zwischen 1,85 m und 2,00 m Körpergröße), Maren mit einem Futura 30 und Sophie mit einem Futura 28 SL unterwegs (SL = Slim Line; die Deuter-Frauenlinie ist teilweise auch für Heranwachsende und kleinere Männer sinnvoll). Die Rucksäcke kamen an beiden Tagen sowohl auf dem Hindelanger und auf dem Kanzelwand Klettersteig zum Einsatz, wurden aber genauso auch bei unseren Wanderungen durch die Allgäuer Blumenwiesen getragen und dabei einer genaueren Betrachtung unterzogen.

Das Deuter AirComfort-Sensic-Tragesystem bietet einen hervorragenden Tragekomfort mit sehr guter Belüftung. Durch die flexible Rahmenkonstruktion aus Federstahl bekommt das Rückennetz seine stabile Spannung und die Last wird auf den Hüftgurt übertragen. Durch die damit gewährleistete Luftzufuhr soll man laut Deuter-eigenen Angaben bis zu 25 % weniger schwitzen als bei anderen Wanderrucksäcken. Die verwendeten Materialien machen dabei einen robusten Eindruck und haben auch auf den Klettersteigen bei Felskontakt keinen Schaden genommen.

Aufgebaut sind die Rucksäcke der Futura-Serie (zumindest die mit Deckelklappe) wie große Trekkingrucksäcke: mit einem Hauptfach und einem kleinen Bodenfach. Sie machen einen sehr geräumigen Eindruck, auch wenn durch das stark vorgebogene Tragesystem das Volumen in die Länge gestreckt wird. Das Haupt- und das Bodenfach sind mit einem Reißverschluss voneinander getrennt und deswegen bei Bedarf auch als großes, durchgängiges Fach nutzbar, falls man im Rucksack doch mal längere Gegenstände transportieren möchte oder der Schlafsack das Bodenfach sonst sprengen würde.

In den beiden Stretch-Seitentaschen lassen sich wunderbar die Trinkflaschen verstauen; alternativ kann auch ein Trinksystem problemlos im Rucksack verwendet werden. Dann hat man die beiden Taschen für andere notwendige Utensilien wie Stöcke oder einen Campingstuhl frei. Das vordere Stretch-Fach ist ideal, um eine Regenjacke oder einen Pullover für den schnellen Zugriff zu verstauen und kleinere Sachen wie Schlüssel, Messer oder Müsliriegel lassen sich prima und immer griffbereit in den beiden aufgesetzten Taschen auf dem Hüftgurt unterbringen.

Durch Kompressionsriemen an den Seiten und diverse Schlaufen lassen sich die meisten für die Tour wichtigen Dinge wie Wanderstöcke, Helm, Eispickel oder Isomatte ohne Probleme außen am Rucksack anbringen. Im geräumigen Deckelfach befindet sich außerdem noch eine kleine Übersicht mit Telefonnummern und Infos für den Notfall.

Die Regenhülle für den Ernstfall darf natürlich auch nicht fehlen und ist seit jeher am unteren Ende des Rucksacks zu finden. Die Regenhülle schließt gut um den Rucksack von allen Seiten her ab und ist nochmal in der Tasche unten fixiert, damit sie nicht verloren geht. Durch die Fixierung lässt sich die Regenhülle auch schnell über den Rucksack ziehen ohne hochzurutschen.

„Besonders gefallen hat mir das luftige Rückensystem des Futura. Das Tragegefühl des Rucksacks ist sehr angenehm und die Last wird durch den breiten Hüftgurt gut übertragen. Auf dem Hüftgurt sind zusätzlich zwei Taschen aufgesetzt, die ich gerne und viel genutzt habe. Insgesamt sind die drei Außentaschen des Rucksacks geräumig, sodass man noch einiges in ihnen verstauen kann. Auch, dass sich die Seitentaschen mit einem Riemen verstärken lassen, finde ich super. So kann die Trinkflasche nicht rauspurzeln. Aber auf dem Klettersteig hat sich der Rucksack nicht so gut gemacht: Die stark gepolsterten Hüftflossen waren unangenehm oder haben gestört. Umso besser ist der Futura fürs Wandern geeignet!“

„Ich habe das luftige AirComfort-Sensic Tragesystem auf unserer Wanderung wieder sehr genossen. Es fühlt sich tatsächlich so an, als hätte ich nur an Hüfte und Schultern Kontakt mit dem Rucksack. Dabei sitzt der Futura aber trotzdem fest am Rücken und schaukelt nicht umher. Die Schultergurte und der Hüftgurt sind recht massiv gepolstert, was sich bei höherem Gewicht sicher noch mehr positiv bemerkbar macht. Ich empfand die Gurte als bequem, was den Tragekomfort angeht, aber sie tragen recht stark auf. Um zu verhindern, dass meine Oberarme an den Schultergurten reiben, habe ich den Brustgurt geschlossen und somit die Schultergurte und damit die Lastverteilung nach innen verlagert. Das hat dann gut funktioniert, obwohl ich geschlossene Brustgurte beim Laufen eigentlich nicht mag.

Wie bei allen Rucksäcken ist das Volumen durch das Tragesystem etwas eingeschränkt bzw. für das zur Verfügung stehende Volumen trägt man recht viel Rucksack mit sich herum. Für mich wiegt der gute Tragekomfort diesen Nachteil auf, Leichtgewichtsfetischisten sehen das sicher anders.

Auf das elastische Fach auf der Hauptfachfront möchte ich nicht mehr verzichten – hier verstaue ich meine Jacke. Und dass meine kleine Lumix-Kamera ohne Hülle genau in die kleine Reißverschlusstasche auf dem Hüftgurt gepasst hat, war sehr praktisch. Allerdings ist sie dort nicht gepolstert und somit ist das eigentlich keine Lösung für anspruchsvolles Gelände mit höherem Sturzpotential.“

„Der Rucksack hat mir ziemlich gut gefallen. Die meiste Zeit habe ich ihn eigentlich gar nicht auf dem Rücken gespürt, obwohl er mit dem ganzen Kletterequipment (Helm, Gurt, Klettersteigset), Regenbekleidung, Proviant und 2 großen Trinkflaschen doch gut gefüllt war. Die Polster waren sehr angenehm und der extra lange Rücken hat sich bei meiner Körpergröße (1,93 m) positiv bemerkbar gemacht. Ein optimal sitzender Rucksack ist für Wanderungen oder vor allem bei Klettersteigen sehr wichtig; im Alltag hätte er mir aber sicherlich etwas zu viel Eigengewicht und die doch sehr großen Hüftflossen sind auch nicht unbedingt notwendig. Sehr gut gefällt mir aber das neue, frischere Design der Futura Serie.“

+ toll belüftetes Tragesystem und sehr guter Tragekomfort

+ große Anzahl sinnvoller Taschen und Details

+ qualitativ gute Verarbeitung und 35 % bluesign-zertifiziertes Polyester

– für Klettersteige aufgrund starker Hüftflossen nur bedingt geeignet

– etwas zu viel Polsterung und Eigengewicht für den Alltagsgebrauch

Kommentar schreiben

Lesen: Ein Klassiker im neuen Gewand: Der Deuter Futura im tapir-Dreifachtest

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weiterschmökern

Testbericht: Wetterfester Alleskönner - Auf Klettersteigtour mit dem Gear Pack 40 von Ortlieb

Simone 13. Juli 2018

Testbericht: Klettern, Steigen und Wandern mit dem Osprey Exos 38

Rabanus 21. August 2018

Alpiner Alleskönner: Der Trad 35 von Ortovox im Test

Michael  9. Juli 2018

Treuer Reisebegleiter - der neue Journeyman Tourenrucksack von Bach überzeugt auf ganzer Linie

Rabanus  2. Oktober 2017

„There and back again – a tapir’s tale“ : Testbericht zum Lightning 60 von Exped

Keno 23. August 2017