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Teaserbild: Testbericht: Wandern und Kraxeln in Neuseeland mit dem Millican Smith the Roll Pack 15L WP

Testbericht: Wandern und Kraxeln in Neuseeland mit dem Millican Smith the Roll Pack 15L WP

Retro-Look, ein stark wasserabweisendes Außenmaterial und nicht zuletzt ein hohes Level an Funktionalität sind die Markenzeichen der britischen Rucksackmanufaktur Millican. Clara vom tapir-testteam hat einen unserer Smith the Roll Packs 15L WP nach Neuseeland entführt und ihn dort einfach ÜBERALL dabei gehabt – im Flugzeug, auf dem Berg, am Strand und im Großstadtdschungel. Wie ihr der Rucksack gefallen hat, lest ihr hier im Testbericht.

Bei den Vorbereitungen zu meiner Reise ans andere Ende der Welt stellte ich mir die Frage, welchen Rucksack ich für kurze Tagesausflüge mitnehmen könnte. Der Millican Smith the Roll Pack 15L WP fiel mir aufgrund seiner Wettertauglichkeit bei Regenschauern ins Auge. Da Neuseeland für Wetterumschwünge bekannt ist, erschien mir ein kleiner Allrounder, der einiges an Regen aushalten kann, als eine gute Wahl.

Trotz seines verhältnismäßig geringen Fassungsvermögens von 15 Litern ist der Smith the Roll Pack 15L WP ein wahres Organisationswunder. Mit seinen zwei Seitentaschen für Wasserflaschen, Sonnencreme oder Taschenlampen hat man sein wichtigstes Zubehör schnell zur Hand. Auch die geräumige Vordertasche hilft, Chaos zu vermeiden: Stirnlampe, Taschenmesser, Kompass, Stift und Powerbank sowie Ladekabel haben dort ausreichend Platz. Damit nicht genug – denn Schlüssel, Smartphone und Geldbeutel wollen auch untergebracht werden. Im Hauptfach selbst gibt es zwei Fächer. Eines davon mit Reißverschluss, in dem ich die wichtigsten Unterlagen (Ausweiskopien, Karten etc.) verstaue. Mein Smartphone sowie meinen Pass brauche ich ständig, weshalb ich beides in ein schmales Seitenfach gebe, das mit einem Reißverschluss gesichert und recht unauffällig hinten am Rücken platziert ist. In dieser Tasche gibt’s für den Schlüssel einen Haken, für das Smartphone eine kleine Schubtasche, damit alles genau an seinem Platz ist. Somit ist der Rucksack perfekt für ein zeitgemäßes Reiseerlebnis ausgestattet.

Da ich den Smith the Roll Pack 15 L WP nicht nur für Tagestouren nutze, sondern auch mal in die Stadt gehe, um meine Mails zu lesen und meine weitere Route zu planen, kommt mir das Laptopfach sehr gelegen: Mit einem seitlichen Zugriff komme ich direkt an den Laptop ran, ohne den gesamten Rucksack ausräumen zu müssen (hier passen Laptops bis 13″-Zoll Größe rein).

Neben dem ganzen Equipment muss für mich ganz klar auch meine Kamera mit: Sie kommt in das Hauptfach, das dank des Rolltops viel Spielraum bietet. Das Öffnen der Tasche durch den Aluminiumhaken ist anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man den Griff raus hat, kommt man schnell an seine Sachen heran.

Damit der vollgepackte Daypack meinen Rücken zumindest etwas entlastet, gibt es einen ungepolsterten Hüftgurt, der bei Bedarf auch entfernt werden kann – wenn auch etwas umständlich. Der Brustgurt gibt nochmal zusätzlichen Halt, sodass das Tragegefühl durch die weichen Schulter- und Rückenpolster sehr angenehm ist.

Unter anderem hatte ich den Smith the Roll Pack 15L WP auf einem Tagesausflug auf den Mount Taranaki (2518 m) mit dabei. Auf dem Weg zum Gipfel des Mount Taranaki ging es um 2:30 Uhr nachts los. Bei Dunkelheit und starkem Nebel durfte der Millican-Rucksack zeigen, ob er meine Kameraausrüstung vor leichter Feuchtigkeit und Kälte schützen konnte. Sowohl Kamera als auch Smartphone haben die Tour gut überstanden. Geregnet hat es nicht – zu unserem Glück, der Anstieg war auch ohne Regen anstrengend genug ;-). Dafür gab es auf dem Weg nach unten aufgrund der Bodenbeschaffenheit eine Menge Staub und Geröll, die dem kleinen Allrounder nichts anhaben konnten. Kurz mit der Hand über den Stoff gewischt, schon sah er wieder wie neu aus!

Um die Witterungsbeständigkeit trotzdem zu testen, habe ich meinen täglichen Begleiter von Campingplatz zu Campingplatz geschleppt. Während uns unser Notfallzelt in einer Nacht in Raglan fast im Stich gelassen hatte, konnte „Smith“ mein Hab und Gut immer trocken halten – auch, als wir bei Regen am Strand spazieren waren. Der Millican Bionic® Canvas aus teilweise recycelter Baumwolle und Polyester hat hier wirklich gut funktioniert.

Was mir weiterhin positiv aufgefallen ist: der Tragegriff, der Dank Lederverstärkung wirklich bombastischen Grip bietet, um den Rucksack mal eben in der Hand zu tragen. Besonders praktisch, wenn man am Flughafen steht und das Gepäck neben sich herschieben möchte.

Zudem hat sich der Verschlussriemen als praktischer Halter für nasse Sachen erwiesen. Das feuchte Shirt oder Handtuch wurde dann schnell durch die Lasche gezogen, die sich durch das Schließen des Rucksacks bildet, um dort zu trocknen. Wer gern mit Trinksystem unterwegs ist, kann das sicherlich auch in das seitliche Laptopfach geben, und den Trinkschlauch durch den Trageriemen ziehen. Probiert habe ich das noch nicht, aber theoretisch kann ich mir das vorstellen 🙂

Was etwas schade ist: Die Tiefe des Rucksacks ist meiner Meinung nach ein wenig knapp bemessen. Ich hätte mir da etwas mehr Spielraum gewünscht, gerade mit Kamera, Regenjacke und Brotzeit ist das Hauptfach sehr schnell voll, insbesondere, wenn die Seitentaschen auch befüllt sind. Da der Millican-Canvas sehr widerstandsfähig ist, passiert auch nicht viel, wenn man versucht, den Stoff zu dehnen.

Für die Tagestour zum Mount Taranaki bin ich etwa 7 Stunden lang unterwegs gewsen. Ich hatte eine 1,5-Liter-Flasche, eine 1-Liter-Flasche, eine Brotzeitbox, Kamera mit Zoomobjektiv, eine kompakte Daunenjacke, Wechselshirt und eine kurze Hose dabei. In der Vordertasche hatten Smartphone, Sonnenbrillenetui und Stirnlampe Platz. Alles in allem konnte ich alles gut verstauen, voll war der Rucksack aber definitiv. Wer am Tag länger unterwegs ist und mehr Essen einpackt, könnte da Probleme bekommen. Hier hatte ich mir gewünscht, mich für die 18 Liter-Variante des Smith the Roll Pack entschieden zu haben, dann hätte ich ein klein wenig mehr Platz gehabt.

Ich habe den Millican Smith the Rollpack 15L WP auf meiner Neuseelandreise überall dabei gehabt. Ob in der Stadt, am Strand, beim Kayakfahren oder auf dem Vulkan: Er hat mir gute Dienste erwiesen. Ich hätte gern einen Frontzugriff gehabt, um die Sachen von ganz unten schneller zu erreichen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Alles in allem kann ich den Rucksack sehr empfehlen und finde sogar, dass er besser aussieht, nachdem er nun ein wenig genutzt wurde. Die Patina schaut hervorragend aus!

+ minimalistisch, aber dennoch viele Taschen
+ hält Feuchtigkeit, Sand und Staub fern
+ angenehmes Tragegefühl, sofern die Tasche nicht zu schwer bepackt ist
+ Tragegriff bietet bombastischen Grip
+ Verschlussriemen kann genutzt werden, um nasse Sachen zum Trocknen aufzuhängen
+ Brustgurt hilft, den Rucksack fest am Rücken zu fixieren

– Hüftgurt ist theoretisch abnehmbar, aber das ist so viel Gefummel, dass man es gleich lässt; praktisch ist er, aber angenehm ist etwas anderes
– Tiefe des Rucksacks – da hätten 3-4 cm mehr nicht geschadet, um alles unterzubringen

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